Darmkrebs – einfach erklärt

Darmkrebs (med.: kolorektales Karzinom) ist eine der häufigsten Krebsarten. Wegen seiner diagnostischen Erreichbarkeit kann er prinzipiell früh erkannt werden – wenn die Angebote zur Darmkrebsvorsorge angenommen werden. “Darmkrebs – einfach erklärt” macht diese Krebsart verständlich.

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Das Wichtigste

Kurzgefasst
Darmkrebs (med.: kolorektales Karzinom) gehört zu den häufigsten Krebsarten, obwohl man ihm vorbeugen kann! Daher ist die Vorsorgespiegelung, die ab dem 55. Lebensjahr einsetzen sollte, so wichtig. Bei ihr lassen sich Darmpolypen erkennen und entfernen noch bevor sie bösartig werden. Eine Vorsorge ist besonders wichtig, wenn bei nahen Blutsverwandten bereits Darmkrebs entdeckt worden war.

Wenn bei einer Vorsorgeuntersuchung Darmkrebs in frühem Stadium festgestellt wird, lässt er sich meist durch eine Operation heilen. Leider finden sich dabei in etwa 1/3 der Fälle schon eine Krebsaussaat mit Tochtergeschwülsten im Körper. Als Therapieoptionen bleiben dann Operation und Chemotherapie. Auch wenn große Fortschritte in der Behandlung von Darmkrebs erzielt worden sind, ist die Lebensqualität der Betroffenen doch deutlich herabgesetzt und die Lebenszeit statistisch reduziert.

Also: Darmkrebsvorsorge mit dem Ziel, bereits die Vorstufen oder den Krebs in möglichst frühem Stadium zu erfassen und zu entfernen!

Wo sich Darmkrebs entwickelt

Als Darmkrebs wird nur der Krebs im Darmkanal bezeichnet, der sich im Dickdarm (Kolon) inklusive dem Enddarm (Rektum, das den untersten Teil des Dickdarms darstellt) entwickelt. Innerhalb des Dickdarms werden seine untersten Anteile, nämlich der S-Darm (Sigma) und der Enddarm (Rektum), von Darmkrebs am häufigsten betroffen, die oberen zwei Drittel des Dickdarms dagegen seltener.

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Darmkrebs im unteren Abschnitt des Dickdarms (S-Darm) mit kleinen Sickerblutungen und fast völligem Verschluss des Lumens. Darmkrampfe führten zum Arzt.

Darmpolypen sind Krebsvorstufen

Polypen im Dickdarm sind Schleimhautwucherungen, die im Laufe von Jahren größer werden und zu Krebs entarten können. Sie sollten bereits im noch gutartigen Stadium durch Polypektomie entfernt werden. Das Entartungsrisiko steigt ab einer Polypengröße von 1 cm stark an.

Auch gutartig aussehende Polypen können bei Untersuchungen unter dem Mikroskop bereits Krebsnester beherbergen. Eine feingewebliche (histologische) Untersuchung ist daher immer zwingend.

Wenn Polypen derb satt weich sind und eine unregelmäßige Zeichnung bei Nahsicht mit dem Endoskop aufweisen, sind sie mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits zu Krebs entartet. Polypenartige Wucherungen, die nicht nur derb sind, sondern auch eine zerstörte Oberfläche zeigen, sind fast immer bösartig. Findet sich bei ihnen in der mikroskopischen Untersuchung jedoch nur gutartiges Gewebe, muss nachuntersucht werden. Es gibt Fälle, in denen der makroskopische Aspekt bereits sehr sicher auf Krebs hindeutet.

Mehr zu Darmpolypen siehe hier.