Leukozytose

Definition

Leukozytose bedeutet Erhöhung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Blut.

Ursachen

Eine Leukozytose ist in der Regel Zeichen einer bakteriellen Infektion. Oft ist Fieber mit ihr verbunden.

Häufige Ursachen einer bakteriell bedingten Leukozytose sind eine Harnwegsinfektion (insbesondere bei Diabetes mellitus), eine Pneumonie oder eine Cholangitis. Im Differenzialblutbild zeigt sich, dass unter den Leukozyten insbesondere die Granulozyten vermehrt sind, die in der akuten Phase eine drastische Linksverschiebung aufweisen.

Eine Leukämie ist mit einer zum Teil erheblichen Vermehrung weißer Blutkörperchen verbunden.

Diagnostik

Bei einer überwiegender Granulozytose sollte der Infektionsherd unbedingt rasch gesucht werden. Ein nicht erkannter Herd kann zu einer bakteriellen Streuung über die Blutbahn und Sepsis führen. Ein Abszess wird in der Regel geöffnet oder drainiert. Ein verborgener, mit Bakterien besiedelter Herd (z. B. im Rahmen einer Spondylodiscitis) kann über eine Bakteriämie zu einer bakteriellen Endokarditis führen und damit rasch zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung. Zur Diagnostik einer Bakteriämie werden Blutkulturen entnommen, am besten noch vor Beginn einer antibiotischen Therapie.

Bei einer überwiegender Lymphozytose ist an eine akute Virusinfektion zu denken; eine Virusserologie (z. B. EBV, CMV, Influenza) kann zur Diagnose führen. Die Lymphozytose kann in Einzelfällen sehr ausgeprägt sein und zu einer “leukämoiden Reaktion” führen (Leukozytenzahlen über 25000/?l), so dass eine Leukämie differenziert werden muss.

Verweise