Erysipel

Das Erysipel ist eine akut auftretende Hautentzündung mit scharf begrenzter, schmerzhafter Rötung, die von einer Hautläsion ausgeht.

Erreger

Erreger des Erysipels sind ß-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A.

Lokalisation

Erysipel bei einer jungen Frau mit Diabetes mellitus Typ 1 und Fußpilz. Girlandenartige scharfe Begrenzung der Rötung. Unter Penicillin bereits beginnende Besserung mit Rückgang des entzündlichen Ödems; die Haut wird bereits wieder etwas “schrumpelig”.

Hauptprädilektionsorte sind Unterschenkel und Gesicht. An den Füßen sind meist kleine Schrunden oder Fußpilz die Eintrittspforte. Das Erysipel kann jedoch auch an allen anderen Stellen des Körpers auftreten. Bei Neugeborenen ist früher bei unsauberer Abnabelung das Nabelerysipel gefürchtet gewesen.

Symptomatik

Neben der typischen Hauterscheinung sind hohes Fieber mit Schüttelfrost und allgemeines Krankheitsgefühl die vorherrschenden Symptome.

Behandlung

Die Behandlung des Erysipels wird in aller Regel mit Penicillin durchgeführt; bei Penicillin-Allergie kann auch Erythromycin verwendet werden.

Während der Behandlungserfolg bei ausreichend langer und intensiver Therapie sehr gut ist, war das Erysipel in früheren Zeiten oft tödlich; eine Ausnahme war das Gesichtserysipel, welches wegen der guten Durchblutung der Gesichtshaut auch überlebt werden konnte.

Prophylaxe

Das Erysipel hat die Tendenz zum Relaps, wobei bakteriell kontaminierte Socken oder Schuhe zur Neuinfektion führen. Sie sollten desinfiziert oder gleich entsorgt werden. Da Immungeschwächte und Patienten mit Diabetes mellitus vermehrt gefährdet sind, sind bei ihnen die prophylaktischen Maßnahmen besonders wichtig.


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Verweise

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).