Coma hepaticum

Definition

Coma hepaticum bedeutet Koma durch eine Lebererkrankung, Leberkoma. Bei Ausfall oder schwerwiegender Einschränkung der Entgiftungsfunktion der Leber kommt es zu einer Störung des Bewusstseins bis hin zur anhaltenden Bewusstlosigkeit. Der Patient lässt sich nicht erwecken.


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Einteilung

Es werden zwei Formen des Leberkomas unterschieden:

Diagnostik

Die Diagnostik richtet sich auf die Ursache und weitere Komplikationen der betreffenden Ursache.

  • Anamnese: Leberzirrhose? Pilzvergiftung? Reise? Infektionsrisiko?
  • Laborwerte: Prüfung der Syntheseleistung, der Entgiftungsfunktion, der Permeabilität der Hepatozyten, der Ammonium-Ionen, Hepatitis-Serologie
  • Sonographie: Größe, Binnenstruktur, Verformbarkeit und Oberfläche der Leber? Gallestau?
  • ggf. weitere Bildgebung (CT, MRT)

Diagnostisch zu berücksichtigen sind zudem weitere Folgen der schweren Lebererkrankung, die zum Koma führt, so vor allem: Herzrhythmusstörungen? Niereninsuffizienz? Sepsis?, Lungenentzündung? Portale Hypertension mit Komplikationsrisiken?

Therapie

In aller Regel Behandlung auf der Intensivstation. Therapie der Grundkrankheit (z. B. bei Hepatitis B antivirale Therapie; bei Paracetamolvergiftung ACC). Unter Umständen MARS-Dialyse, Lebertransplantation.

Verweise


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