Metastasen

Definition

Metastasen sind Tochtergeschwülste eines primären bösartigen Tumors.

Pathogenese

Sie entstehen durch Verbreitung einzelner Krebszellen via Lymphsystem und Blutbahn. Metastasen können prinzipiell in allen Organen und Geweben entstehen. Vorbedingung ist eine Absiedlung der “auf Reise” befindlichen Krebszellen. Der erste Absiedlungsort ist in der Regel der erste Lymphknoten bei lymphogener Aussaat oder – bei hämatogener Aussaat – die nächste Verjüngung der Blutgefäße zu Kapillaren oder Sinusoiden. Zudem scheint eine besondere Affinität von bestimmten Krebszellarten zu bestimmten Organen zu existieren (z. B. für die Lunge, die Leber und/oder den Knochen und weniger für die Haut oder die Nieren, andere beziehen sofort auch das Gehirn oder die Nebennieren mit ein). So gibt es für die Tumore u. U. bestimmte Metastasierungsmuster.

Die Zahl der im peripheren Blut nachweisbaren zirkulierenden Tumorzellen ist vielfach ein Hinweis auf die Aggressivität des Tumors (siehe hier).

Verweise