Alkoholtoxische Leberschädigung

Eine alkoholtoxische Leberschädigung wird angenommen, wenn eine Leberschädigung festgestellt wird und gleichzeitig ein länger dauernder Alkoholgenuss eruierbar ist. Alkohol in größeren Mengen schädigt die Leber; bei herabgesetzter Entgiftungsleistung (siehe unter Cytochrom P450) wirkt er auch schon in geringen Mengen toxisch.


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Typen

Es lassen sich verschiedene Typen einer alkoholischen Leberschädigung unterscheiden, die meist jedoch gemischt vorkommen:

  • Toxische Hepatose: Erhöhte gamma-GT und Transaminasen als Hinweis auf eine alkoholtoxische Leberzellschädigung.
  • Alkoholtoxische Fettleber: Zuerst als Fettleber erkennbar im Punktat, später auch in der Sonographie; die alkoholische Genese kann nach entsprechender Anamnese, gamma-GT und MCV gemutmaßt werden. Oft verbunden mit einer Entzündung und fibrotischen Umbauvorgängen in Sinne einer alkoholischen Steatohepatitis (ASH).
  • Alkoholisch bedingte chronische Hepatitis: Meist zusammen mit einer Leberverfettung (alkoholische Steatohepatitis, ASH). Wahrscheinlich in einigen Fällen immunologischer Mechanismus; typisch sind erhöhte gamma-Globuline. Ob eine Entzündung im Sinne einer ASH vorliegt, zeigt die Histologie.

Diagnostik

Diagnoseweisend sind meist erhöhte Leberwerte und eine Alkoholanamnese, wobei die Menge an konsumiertem Alkohol und auch die Dauer des Konsums eine Rolle spielen.

Bildgebende Verfahren können Hinweise darauf geben, ob sich

gebildet hat.

Eine Leberbiopsie wird im Zweifel zur Absicherung der Diagnose, der Ausprägung der Entzündung und des Stadiums benötigt.

Differenzialdiagnosen

Bei erhöhten Leberwerten, die bei Alkohol in Richtung Alkoholschaden der Leber interpretiert werden, sollten immer auch andere Ursachen, wie

bedacht werden.


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Verweise

Fachinformationen

Patienteninformationen