Komplikationen der Leberzirrhose

Die Komplikationen der Leberzirrhose sind wegen der vielen zentralen Funktionen der Leber sehr vielfältig. Betroffen sein können die Funktion als Stoffwechsel- und Entgiftungsorgan im Körper, als Galle bildendes Organ und als Abwehrorgan von Infektionen (vor allem solchen, die dem Darm entspringen) betreffen. Zudem führt die besondere Organeinbindung in den Pfortaderkreislauf (siehe hier) zu einem hohen Blutungsrisiko. Die Funktionsausfälle und Komplikatonen können lebensbedrohlich werden.

Zur Leberzirrhose siehe hier.


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Hauptkomplikationen

Stoffwechselstörungen

Durch eine Leberzirrhose können eingreifende Stoffwechselstörungen zustande kommen:

Infektionen

Die Leberzirrhose prädisponiert zu Infektionen. Es treten gehäuft auf:

Prädisponierend für Infektionen ist ein niedriger Albuminspiegel im Blut[1]. Auch Entzündungsmediatoren, die wie das CRP aus der Leber stammen, können mangeln.

In Fällen gehäufter Infektionen bei niedrigem Albuminspiegel (Hypalbuminämie) im Rahmen einer fortgeschrittenen Leberzirrhose sollte eine Breitspektrumantibiose mit Überdeckung grampositiver Bakterien diskutiert werden.

Gastrointestinale Blutung

Bei Leberzirrhose mit portaler Hypertension kommt es gehäuft zu gefährlichen Blutungskomplikationen aus dem Magendarmtrakt (Gastrointestinaltrakt). Mögliche Ursachen von Bluterbrechen sind Oesophagus-, Magenfundusvarizenblutung, eine portalhypertensive Gastropathie, eine Blutung aus ektopen Varizen im Gastrointestinaltrakt (Blutung aus Ösophagusvarizen, Fundusvarizen) oder im Rektum, Mallory-Weiss-Blutung.

Zur portalen Hypertension und ihren Blutungskomplikationen siehe hier.

Störung der Gehirnfunktion

Jede hochgradige Leberzirrhose bedeutet ein Risiko für eine Hirnleistungsstörung. Ist die Stoffwechselleistung im Protein- und Aminosäureabbau bereits grenzwertig niedrig, kann eine eiweißreiche Kost und vor allem jede große gastrointestinale Blutung birgt die Gefahr der Entwicklung einer hepatischen Enzephalopathie stark erhöhen.


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Verweise

Patienteninformationen

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).