Gallensteinleiden

Von Fachärzten verständlich geschrieben und wissenschaftlich überprüft

Der Begriff Gallensteinleiden auf den Nachweis von Gallensteinen in der Gallenblase und/oder in den Gallenwegen sowie auf die mit ihnen assoziierten Symptome und Komplikationen angewendet. 1)Care Excellence (NICE); 2014 Oct. PMID: 25473723. Auch wenn die meisten Gallensteine während der Lebenszeit ihres Trägers symptomlos bleiben, so zeigen sie doch eine enge Verbindung zu Stoffwechselkrankheiten, so zu Fettleibigkeit, Dyslipidämie, Hypertriglyceridämie, eine Hyperinsulinämie, das metabolische Syndrom und den Typ-2-Diabetes.

Gallensteine entstehen auf einem genetischen Hintergrund, der eine mit Cholesterin übersättigte Galle fördert. Zusätzliche Faktoren können das Gallensteinrisiko erhöhen, so beispielsweise wie eine Trägheit bei der Entleerung der Gallenblase, eine Veränderung des Darmmikrobioms, entzündliche Vorgänge oder eine fettreiche Ernährung.

Neuere Erkenntnisse betreffen die Rolle der Darmbakterien. Sie verändern die Zusammensetzung der Gallensäurearten im Darm in der Weise, dass der Leber von der Darmschleimhaut Signale gesendet werden, die den Stoffwechsel des Cholesterins und der Gallensäuren betreffen. Der Stamm Desulfovibrionales beispielsweise verändert die Primären Gallensäuren, die von der Leber in den Darm sezerniert werden so, dass mehr sekundäre Gallensäuren entstehen, die bewirken, dass vermehrt Cholesterin resorbiert wird.

Dazu siehe hier.

Verweise


Literatur

Literatur
1 Care Excellence (NICE); 2014 Oct. PMID: 25473723.