Quick- / INR-Wert

Der Quick- / INR-Wert gehört zu den Laborparametern zur Bestimmung der Blutgerinnbarkeit (Thromboplastinzeit). Er gibt eine Übersicht über das exogene plasmatische Gerinnungssystem im Gegensatz zur PTT, die das endogene plasmatische Gerinnungssystem beurteilt. Er dient der Kontrolle der Leberfunktion bei schweren Leberkrankheiten und der Therapie mit Cumarinen (z. B. Marcumar oder Falithrom).

Siehe auch unter INR.


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Bestimmung

Venös entnommenes Blut wird durch Citratzusatz zur Kalziumkomplexierung ungerinnbar gemacht. Es wird zentrifugiert; der Überstand (das Plasma) wird nun mit einem Kalziumüberschuss versetzt, und es wird die Zeit gemessen, bis die ersten Fibrinfäden entstehen, was normalerweise 11-16 Sekunden dauert. Dies ist die Thromboplastinzeit. Ist sie verlängert, so liegt eine Gerinnungsstörung vor.

Die Thromboplastinzeit wird ausgedrückt

  • in Prozent der Norm (Quick-Wert) oder
  • als Prothrombinratio (INR). Der INR-Wert ist im Gegensatz zum Quick-Wert unabhängig vom verwendeten Reagenz. Er wird daher bevorzugt.

Bedeutung

Der Quick- / INR-Wert gibt Aufschluss über folgende Faktoren:

  • Prothrombinkomplex (Faktoren II, VII und X),
  • Faktor V,
  • Fibrinogen.

Indikationen

Der Quick/INR-Wert wird benutzt, um die Syntheseleistung der Leber oder die Therapie mit Cumarinderivaten (z. B. Marcumar, Falithrom) zu kontrollieren.

Bei Verwendung der neuen Antikoagulanzien wie Apixaban oder Dabigatran, ist die Bestimmung eines Quick- Oder INR-Werts nicht erforderlich.

Beurteilung

Normbereich

Der Quick-Normbereich liegt zwischen 71 und 120%. Heute wird stattdessen meist die Prothrombinratio (INR) angegeben; der Normbereich liegt bei 0,90-1,15 (siehe hier).

Erniedrigung

Der Quick-Wert ist erniedrigt bei:

Verweise


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).