Syntheseleistungsstörung der Leber

Eine Syntheseleistungsstörung der Leber findet sich bei schweren Lebererkrakungen, wie einer fortgeschrittenen Leberzirrhose, einer hochakuten Hepatitis B, einer akuten Leberdystrophie oder einer Pilzvergiftung.

Ursachen und Diagnostik einer Syntheseleistungsstörung

Zu Überprüfung der Syntheseleistungsfähigkeit werden die Syntheseleistungsparameter der Leber bestimmt. Die wichtigsten in der klinischen Praxis sind Albumin, der Quickwert, die Cholinesterase und AT3.

Die häufigsten Ursachen einer Syntheseleistungsstörung werden im nächsten Schritt durch Bestimmung weiterer Leberwerte und durch eine Sonographie der Leber abgeklärt. Je nach Befunden werden weitere diagnostische Maßnahmen (z. B. Computertomographie der Leber, Hepatitisserologie, ggf. Leberpunktion) ergriffen.

Eine seltene Ursache einer Syntheseleistungsstörung ist eine Resorptionsstörung im Dünndarm im Rahmen einer lange unentdeckt gebliebenen und fortgeschrittenen Coeliakie (Sprue). Sie wird durch die Bestimmung von Antiendomysium-Antikörpern und der Anti-Transglutaminase sowie durch Die Histologie einer durch Gastroskopie gewonnenen Dünndarmbiopsie diagnostiziert.

In Dritte-Welt-Ländern kommt besonders bei Kindern Nahrungsmangel Kwashiorkor als Ursache in Frage (siehe hier.

Folgen einer Syntheseleistungsstörung der Leber

Bei einer ausgeprägten Syntheseleistungsstörung der Leber kann es zu Ödemen durch Mangel an Albumin und zu einer erhöhten Gerinnungsneigung mit Bildung von Thrombosen und Embolien kommen.

Verweise