Linitis plastica

Definition

Magenkarzinom mit diffuser Infiltration der Magenwand

Histologie

Diffuse Infiltration der Magenwand mit Krebszellen aus der Magenschleimhaut, histologisch meist Siegelringkarzinom.

Diagnostik

Anamnese und körperlicher Befund: lange Zeit oft keine besonderen Beschwerden, manchmal unspezifische Symptomatik wie bei einer Dyspepsie mit Übelkeit und Völlegefühl. Später Gewichtsabnahme. Wenn klinisch vergrößerte Lymphknoten in der linken Supraklavikulargrube tastbar sind (Virchow´scher Lymphknoten), liegen wahrscheinlich Metastasen vor. Solch ein Befund muss an ein Magenkarzinom denken lassen.

Gastroskopie: Diese Form des Magenkarzinoms ist wegen des meist primär die Wand infiltrierenden Wachstums gelegentlich endoskopisch nicht nachweisbar; bei der Gastroskopie wird dann eine normale oder nur entzündlich veränderte Schleimhaut beschrieben. Gelegentlich erkennt man ein nicht heilendes Ulkus. In fortgeschrittenem Stadium kann eine mangelhafte Aufdehnbarkeit bei Luftinsufflation des Magens imponieren.

Computertomographie des Abdomens: in Frühstadien keine ausreichende Sensitivität

Endosonographie: in Frühstadien oft ohne eindeutige Aussage; manchmal wird eine Wandverdickung mit infiltrativen Prozessen erkennbar.

Laparoskopie: eine chirurgische explorative Laparoskopie mit der Möglichkeit zu einer Gewebsprobenentnahme (auch transmurale Magenwandbiopsie) kann bei entsprechendem Verdacht und ausschöpfung der anderen diagnostischen Methoden möglicherweise die Diagnose sichern. Gelegentlich wird anlässlich einer gynäkologischen Laparoskopie wegen eines auffälligen Ovarialtumors ein Krukenbergtumor diagnostiziert, der histologisch ein Siegelringkarzinom sein kann. In diesen Fällen muss an ein Magenkarzinom gedacht werden.

Verweise