Computertomographie

Die Computertomographie, meist als CT abgekürzt  (engl.: computed tomography), ist eine röntgenologische Schnittbilduntersuchung des Körpers. Sie wird zur Diagnostik verborgener Körperstrukturen verwendet.


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Indikationen

CT-Gerät: im Ring befinden sich zirkulär angeordnete Röntgenröhren und auf der Gegenseite Strahlendetektoren. Durch ein Computerprogramm können die verschiedenen Strukturen in einer Schnittebene zu einem Bild zusammengesetzt werden. Die Schnittbilder können räumlich angeordnet werden und ergeben eine 3-dimensionale Darstellung der im Körper befindlichen Strukturen.

Die CT wird in der Medizin zur Erkennung von Strukturveränderungen verwendet.

  • Raumforderungen, Tumore und Metastasen, Knochenveränderungen und Veränderungen an Blutgefäßen oder im Gehirn lassen sich gut erkennen.
  • Zur Abgrenzung von verschiedenen Strukturen werden Kontrastmittel eingesetzt.
  • Die computertomographische Dichte von Geweben (gemessen in Hounsfield-Einheiten) wird zu Hilfe gezogen, um flüssigkeitsgefüllte Bereiche und Blutungen zu erkennen.
  • Der Verlauf der Kontrastmittelanflutung und -abnahme in sequenziellen CT-Aufnahmen dient zur Beurteilung der Durchblutung eines Gewebes oder Organs.
  • Mit Hilfe der Computertomographie können gezielte Punktionen und Biopsien durchgeführt werden, um Gewebe für eine histologische Untersuchung zu entnehmen.

Die computertomographische Untersuchung ist nicht sehr zeitaufwändig und eignet sich auch für Notfalluntersuchungen.

Beispiele für die Anwendung der Computertomographie siehe hier.

Die Strahlenbelastung

Die Strahlenbelastung einer CT-Untersuchung ist relativ hoch. Für eine Spiral-CT-Untersuchung des Abdomens beträgt sie beispielsweise 5-10 Milli-Sievert (mSv). Die Belastung durch natürliche Strahlung beträgt zum Vergleich 2 – 3 mSv pro Jahr. Dennoch lassen sich derzeit keine sicheren Strahlenschäden durch CT-Untersuchungen nachweisen.

Für eine Untersuchung der Nieren bei Patienten mit Nierensteinen werden in einer Studie EDosen >20mSv pro Jahr angegeben. Ein low-Dose-CT-Protokoll (mit angenommenen EDosen von <4mSv) ist zwar möglich, wird aber relativ selten angewendet. Begründet wird dies mit einem erhöhten Body-Mass-Index sowie einer relativ hohen Anzahl der Scans und Mehrphasenscans. 1) 2019 Apr 27. doi: 10.1089/end.2019.0091.

Alternativen

Die wichtigsten Alternativen zur Computertomographie sind:

  • Die Sonographie: Sie ist eine Schnittbilduntersuchung, deren Kosten und apparativer Aufwand deutlich geringer sind. Die Untersuchung sowei deren Beurteilung sind sehr von der Erfahrung des Untersuchers und den Untersuchungsbedingungen abhängig.
  • Die Magnetresonanztomographie: Sie ist eine Schnittbilduntersuchung, die ähnlich der CT zu reproduzierbaren Bildern führt. Besondere Vorteile liegen in einer besseren Beurteilung von Weichteilen, Bändern und Gelenken. Nachteil ist die enge Röhre, die Platzangst hervorrufen kann, und die lange Untersuchungsdauer.

Beide Untersuchungen können je nach Fragestellung die Computertomographie ergänzen. Die Positronenemissionstomographie (PET) wird in der Tumordiagnostik häufig mit der Computertomographie als PET-CT gekoppelt und ergibt für Raumforderungen, die im CT gut einer Struktur zuzuordnen sind, die zusätzliche Aussage einer tumortypischen Stoffwechselaktivität.

Verweise

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).


 

Literatur

1 2019 Apr 27. doi: 10.1089/end.2019.0091.