Positronen-Emissions-Tomographie – PET

Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ist ein nuklearmedizinisches Verfahren zur Diagnostik von Tumoren. Als Marker wird der Positronenstrahler Fluor-18 verwendet. Fluor-18-Desoxyglukose (F18-FDG) ist in einem Molekül, das sich in Krebszellen anhäuft und so zu deren Erkennung dienen kann. Beispiele sind der Darmkrebs und das Schilddrüsenkarzinom. 1)N. Czech et al. Dtsch Med Wschr 2000; 125: 565-567


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Grundlagen und Durchführung

Grundlagen

Positronen führen bei Vereinigung mit Elektronen zur Aussendung von Energiequanten, die im Winkel von 180 Grad auseinander fliegen. Der zeitgleiche Nachweis solcher Quanten in direkt gegenüber liegenden Detektoren (Koinzidenz) lässt auf eine Positronenemission schließen und diese lokalisieren (Tomographie). Die Genauigkeit der räumlichen Auflösung beträgt 4-6 mm.

Positronenstrahler sind C11, O15, F18, die alle zur Markierung von Biomolekülen herangezogen werden können. Gebräuchlich ist z. B. Fluor-18-Desoxyglukose (F18-FDG).

PET mit F18-FDG: F18-FDG wird wie Glukose in Körperzellen aufgenommen (insulinabhängig in Herzmuskel-, Skelettmuskel- und Fettzellen, insulinunabhängig in Gehirnzellen) und intrazellulär phosphoryliert. Der Zucker kann jedoch nicht weiter abgebaut werden und reichert sich an. Krebszellen akkumulieren deutlich mehr als normale Körperzellen, so dass Tumoren erkannt werden können. Die beste Darstellung lässt sich nach 12-stündiger Nüchternheit erreichen, da eine insulinabhängige Aufnahme des Zuckers möglichst gering gehalten werden muss.

Durchführung einer Positronen-Emissions-Tomographie

Bei Nüchternheit Injektion von F18-FDG; Messung nach 60-120 Minuten. Untersuchungsdauer ca. 1 Stunde. Zur Auswertung kann das PET-Bild mit einer 3-dimensionalen Rekonstruktion einer CT-Untersuchung kombiniert werden, so daß eine gute Strukturzuordnung möglich ist. Die neueste PET-Generation ist bereits mit einem CT-Gerät vereinigt.

Indikationen

Einteilung der Aussagekraft einer Positronen-Emissions-Tomographie

  • Klasse Ib akzeptabel z. B. bei folgenden Indikationen:
  • Klasse IIa hilfreich z. B. bei folgenden Indikationen:
  • Klasse IIb noch keine Bewertung möglich z. B. bei folgenden Tumoren:
    • Pankreaskarzinom: Lymphknotenstaging und Fernmetastasen,
    • Melanom: Therapiekontrolle,
    • Kolorektales Karzinom: Primärstaging vor Operation
  • Klasse III ohne Nutzen

 

Verweise

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).


 

 

Literatur

1 N. Czech et al. Dtsch Med Wschr 2000; 125: 565-567