Angina abdominalis

Definition

Bei der Angina abdominalis handelt es sich und intermittierende Bauchschmerzen, die durch eine Minderdurchblutung des Darmkanals ausgelöst werden. Sie wird auch als Ortnersche Erkrankung bezeichnet.

Ätiopathogenese

Ursache ist meistens eine Arteriosklerose einer Mesenterialarterie. Eine Stenosierung im Bereich der Gefäßgebiets, meist der Arteria mesenterica superior, durch einen arteriosklerotischen Plaque führt zu einer Darmischämie, die besonders dann kritisch wird, wenn Verdauung und Darmmotilität nach einer Mahlzeit angeregt sind. Meist tritt eine Angina abdominalis im Rahmen einer allgemeinen arteriellen Verschlusskrankheit auf. Prädisponierend sind Fettstoffwechselstörung z. B. im Rahmen eines Diabetes mellitus oder einer Adipositas, Nikotin und Hypertonie.

Diagnostik

  • Anamnese: typischerweise werden Beschwerden unter Bedingungen geklagt, in denen die Blutzufuhr zum Darmkanal erhöht sein sollte, nämlich in kurzem Abstand nach Mahlzeiten. In Ruhebedingungen dagegen reicht die Durchblutung zunächst noch aus. In fortgeschrittenem Stadium kann auch ein Dauerschmerz bestehen.
  • Körperliche Untersuchung: typischerweise keine Abwehrspannung, Darmgeräusche sind vorhanden, können aber unter Ischämiebedingungen spärlich werden.
  • Sonographie: die Duplexsonographie kann in geeigneten Fällen im proximalen Bereich der A. mesenterica superior eine Einengung mit Strömungsbeschleunigung nachweisen.
  • Angiographie: Nacheis von wirksamen Stenosen
  • Computertomographie und MRT: u.U. Nachweis einer Stenose oder einer Verkalkung und Plaquebildung.

Therapie

  • Bei proximalen Stenosen operative oder interventionelle Therapie prüfen.
  • Korrektur der Fettstoffwechselstörung und Blutdruckeinstellung.
  • Zur Vermeidung von stärkeren passageren postprandialen Ischämiephasen nur kleine Mahlzeiten, mehrfach über den Tag verteilt.
  • ggf. Schmerzmittel.

Verweise