Extrinsic Asthma

Unter Extrinsic Asthma versteht man ein allergisches Asthma, im Gegensatz zum Intrinsic Asthma, welches allein auf der erhöhten Reizbarkeit des Atemwegssystems beruht.

→ Zu Überempfindlichkeitsreaktionen des Körpers siehe hier.


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Auslöser

Die allergische Reaktion, die am Bronchialsystem zu einer Verkrampfung der Ringmuskulatur und damit zu einer Verengung (Bronchospastik) und Atemnot führt, kann durch verschiedene Allergene ausgelöst werden. Häufig sind dies: Pollen, Hausstaub (Milben, Schimmelpilze), Tierhaare, -federn oder -epithelien, Mehl, Tenside, Nahrungsmittel (Obst, Nüsse, Ei, Gewürze) und Medikamente.

Diagnostik

Die Atemnot lässt sich durch eine Lungenfunktionsprüfung objektivieren. Wird sie unter strenger Überwachung ausgeführt, kann in Einzelfällen eine Exposition mit vermuteten Auslösern durchgeführt werden; auslösende Agentien verengen die Luftwege und führen rasch zu einer Verschlechterung der Werte. Dies ist besonders gut an einer deutlichen Verschlechterung des Tiffeneau-Werts (der Einsekundenkapazität) erkennbar.

Die am Asthma beteiligte allergische Komponente lässt sich durch Spezialtests erkennen: Typisch sind

  • ein erhöhter IgE-Spiegel im Blut,
  • eine Eosinophilie, und
  • ein positiver Allergen-Test (RAST, PRICK) auf spezielle Allergene (s. o.).

Mehr zur Allergiediagnostik siehe hier.

Klinik

Das klinische Bild wird durch die subjektiv sehr belastende Atemnot mit Erstickungsgefühl und die Rechtsherzinsuffizienz dominiert.

Therapie

  • Die Behandlung des allergisch bedingten Asthma bronchiale fußt auf der Unterbrechung der allergisch bedingten Reaktion des Bronchialsystems durch Glukokortikoide (kortisonähnliche Präparate). Sie wirken antiallergisch (gegen Allergie) und zugleich antiödematös (gegen Gewebsschwellung), antiphlogistisch (gegen Entzündungen) und immunsuppressiv (gegen eine ungewollte Abwehr des Immunsystems). Kortisonpräparate haben jedoch auch mineralokortikoide und diabetogene Nebenwirkungen (auf Natrium und Kalium und den Zuckerstoffwechsel). Daher sind unter der Therapie Kontrollen der Elektrolyte im Blut und des Blutzuckers erforderlich. Glukokortikoide werden inhalativ und systemisch verabreicht; Dosierung und Häufigkeit der Verabreichung erfolgen je nach Schwere des Krankheitsbildes.
  • Theophyllin: es wirkt antiobstruktiv (gegen Verengung der Atemwege),
  • H1-Antihistaminika: sie vermindern die allergischen Reaktionen durch Unterdrückung der Histaminwirkung,
  • ggf. Antibiotika: sie werden bei Hinweis auf eine überlagernde bakterielle Bronchitis eingesetzt,
  • Spezielle Medikation: Mastzelldegranulationshemmer wie Chromoglycinsäure und Ketotifen wirken vorbeugend (prophylaktisch), nicht im Anfall.
  • Methotrexat (low dose, immunsuppressiv): es kann auch erfolgreich zur Vorbeugung von Asthmaanfällen verwendet werden (Blutbildkontrolle; cave: in seltenen Fällen Entwicklung einer Lungenfibrose bei Langzeitanwendung.

Lokale Therapie: Einen hohen Stellenwert in der Behandlung des extrinsischen Asthmas hat die lokale Therapie durch Inhalationssprays

  • mit Kortikoiden (s.o.),
  • ß-Sympathomimetika (antiobstruktiv, kurz und lang wirkend) und
  • Anticholinergika (antiobstruktiv und antisekretorisch).

Zur Behandlung von Allergien siehe hier.


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Verweise

Fachinfos

Patienteninfos

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).