CRP

CRP ist die Abkürzung von „C-reaktives Protein“. Es gehört zu den Entzündungsparametern und ist das in der Diagnostik gebräuchlichste „Akute-Phase-Protein“.

Allgemeines

Die Synthese des CRP in der Leber steigt als Reaktion auf die Freisetzung entzündlicher Zytokine (wie Interleukin 6, IL6) bei jeder Art von Entzündung im Körper sowie bei einigen Tumoren an.

Die Funktion des C-reaktiven Proteins liegt wahrscheinlich in der unspezifischen Fähigkeit zur Bindung von Substanzen, die Entzündungen auslösen können. Es fördert ihre Entfernung durch Makrophagen (durch Opsonierung z. B. von Bakterien und Viren sowie zugrunde gegangener Gewebsteile).

Chronische Entzündungen führen zu einer geringeren CRP-Erhöhung als akute Entzündungen. Bei einer biologischen Halbwertszeit von 19 Stunden reagiert es relativ rasch auf Veränderungen in der Entzündungsaktivität.


→ Verstehen und verwalten Sie Ihre Laborwerte mit der Labor-App Blutwerte PRO!


Indikationen

Die Indikationen zur Bestimmung des C-reaktiven Proteins sind sehr vielfältig:

  • Erkennung eines Entzündungsprozesses, z. B. bei
    • Erstkontakt in einem Gesundheitszentrum,
    • Gesundheitsproblemen wie Fieber, Unwohlsein, Abnahme der Leistungsfähigkeit, lokalen oder generalisierten Schmerzen,
  • Verlaufskontrolle von Entzündungsprozessen unter Therapie,

Referenzwert

Der obere Grenzwert liegt bei 0,50 mg/dl.

Bitte beachten: Verschiedene Labore können unterschiedliche Normgrenzen angeben.

Erhöhte Werte

Erhöhte CRP-Werte finden sich bei vielen akut entzündlichen Bedingungen; die Höhe des Spiegels gibt Auskunft über das ungefähre Ausmaß der Entzündung,

  • Bakterielle und virale Infektionen, besonders hohe Werte bei Sepsis,
    • Verlaufskontrolle und Beurteilung des Therapieerfolgs,
    • Beurteilung einer Infektion bei Immunschwäche (z. B. unter Chemotherapie),
  • Rheumatoide Arthritis mit deutlicher Entzündungsreaktion (Abgrenzung zu nicht entzündlichen rheumatoiden Beschwerden, Verspannungen, Fibromyalgie etc.),
  • Morbus Bechterew: häufig bereits CRP-Erhöhungen vor der klinischen Manifestation,
  • postoperative Reaktionen ohne Infektion,
  • akuter Herzinfarkt,
  • manche malignen Tumore (meist mit Allgemeinreaktionen wie Fieberschüben oder Gelenkbeschwerden; Beispiele: Leukämie, Non-Hodgkin-Lymphome, Morbus Hodgkin, multiples Myelom (Plasmozytom))

Erhöhte Werte sind vor allen auch dann von diagnostischer Bedeutung, wenn eine Leukozytose fehlt (Beispiel: manche Virusinfektionen).

Erniedrigte Werte

Niedrige CRP-Werte sind meist wenig diagnostisch bedeutsam; sie machen akute bakterielle Entzündungen jedoch unwahrscheinlich. Allerdings schließt ein fehlender Anstieg eine chronische Entzündung nicht aus (Beispiele: Lupus erythematodes, Polymyositis, progressive Systemsklerose).


→ Über facebook informieren wir Sie über Neues auf unseren Seiten!


Mehr zum Thema