Alpha-Fetoprotein

Alpha-Fetoprotein, abgekürzt als AFP, ist ein Tumormarker und onkofetales Antigen. Es wird im Dottersack des Embryos und Fetus gebildet und geht in das Fruchtwasser und ins mütterliche Blut über. Diagnostisch bedeutsam wird AFP als Marker für Leberzellkarzinome und embryonale Tumore.

Mehr zu Tumormarkern siehe hier.


→ Über facebook informieren wir Sie über Neues auf unseren Seiten!
→ Verstehen und verwalten Sie Ihre Laborwerte mit der Labor-App Blutwerte PRO!


Physiologische Bedeutung

Alpha-Fetoprotein ist das Hauptprotein im fetalen Kreislauf. Es bindet multiple Stoffe, wie Bilirubin, Fettsäuren, Kupfer, und übt damit ähnliche Funktionen aus, wie später das Albumin. Nach der Geburt sinkt der Siegel und erreicht die für Erqwachsene normal niedrigen Werte nach etwa einem dreiviertel Jahr. AFP geht während der Schwangerschaft in das mütterliche Blutüber und wird über den Urin ausgeschieden. Die Urin-AFP-menge reflektiert in etwa die kindliche Bildung.

Indikationen

AFP dient zur Diagnostik und Verlaufskontrolle des hepatozellulären Karzinoms und von Tumoren des Hodens.

Referenzbereich

Der Normbereich liegt bei Kindern über 1 Jahr, Jugendlichen und Erwachsenen bis 10 μg/l (7 IU/ml). (Unterschiedliche Angabe der verschiedenen Labore beachten!)

Erhöhter Wert

Erhöhte Werte finden sich

  • in der Schwangerschaft ab 10. Woche,
  • bei Lebererkrankungen mit starker Regeneration,
  • bei Keimzelltumoren:
    • bei Dottersacktumoren,
    • bei embryonalen Karzinomen wie den nicht-Seminom-Hodentumoren (wohingegen Seminome, Teratome und Dysgerminome AFP-negativ sind).

Niedrige Werte

Eine fehlende AFP-Erhöhung schließt weder ein hepatozelluläres Karzinom noch einen Hodentumor aus.

Verweise

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).