Erreger und Therapie einer Pneumonie

Artikel aktualisiert am 31. Januar 2024

Die Behandlung einer Pneumonie (Lungenentzündung) mit Antibiotika ist oft lebensrettend. Wenn noch keine Erregerdiagnostik vorliegt, werden Blut und Sputum zur Testung auf Bakterien abgenommen und möglichst ohne Verzögerung mit einer „kalkulierten Antibiose“ begonnen. Kalkuliert bedeutet, dass solche Antibiotika gewählt werden, die voraussichtlich wirksam sein werden. Dazu werden der vermutliche Ansteckungsweg und der Typ der pulmonalen Infiltrationen in Röntgenbild und computertomographischen Bild zuhilfe gezogen. Erreger und Therapie einer Pneumonie werden hier übersichtshalber tabellarisch dargestellt. Eine gezielte Behandlung, ggf. eine Therapieumstellung, erfolgt i. d. R. auf dem Boden des Ergebnisses der bakteriellen Kulturen und des Antibiogramms.

Zur Pneumonie (Lungenentzündung) siehe hier.


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Atypische ErregerAntibiotika
LegionellenKlacid, Erythromycin, Tavanic, Avalox, Doxycyclin
Chlamydia pneumoniaeKlacid, Erythromycin, Tavanic, Avalox, Doxycyclin
Mykoplasma pneumoniaeKlacid, Erythromycin, Tavanic, Avalox, Doxycyclin

Zur atypischen Pneumonie siehe hier.

 

Aerobier gram positivAntibiotika
PneumokokkenPenicilline, Cepaholosporine, Carbapeneme
StreptokokkenPenicilline, Cepaholosporine, Carbapeneme
StaphylokokkenMeticillin resistent? (MRSA) Auch bei MRSA: Teicoplanin, Vancomycin, Cubicin

 

 

Aerobier gram negativAntibiotika
BacteroidesMetronidazol, Sobelin, Tavanic, Avalox, Carbapeneme
Clostridium perfringensMetronidazol, Sobelin, Tavanic, Avalox, Carbapeneme

 

Bei Pneumonien, die durch Sozialkontakte erworben werden, verkürzt Prednisolon die Zeit bis zur klinischen Stabilisierung (siehe hier).

Im Einzelfall richtet sich die Wahl des Antibiotikums nach dem Antibiogramm.


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Verweise