Pankreastumor

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Ein Pankreastumor ist eine umschriebene Vergrößerung, die von der Bauchspeicheldrüse ausgeht. Pankreastumore können gutartig sein (Beispiel: Zystadenom des Pankreas), sind aber meist bösartig, wie das Pankreaskarzinom und das seltenere Zystadenokarzinom des Pankreas. Pankreaspseudozysten sind flüssigkeitsgefüllte Räume, die ebenfalls die Bauchspeicheldrüse tumorös vorwölben können.

Zm Pankreaskarzinom siehe hier.


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Diagnostik

Großer Pankreastumor im CT-Querschnitt (Sternchen), durch die Bauchdecke hindurch tastbar.

Ein Bauchspeicheldrüsentumor kann über verschiedene Wege ins Blickfeld gelangen:

  • Zufallsbefund: Pankreastumore werden oft durch eine Ultraschalluntersuchung des Abdomens zufällig entdeckt.
  • Gelbsucht: Sie können sich durch Komplikationen, wie durch eine Gelbsucht (Ikterus) mit sonographisch erkennbarer Stauung der Gallenwege und einer prallen Gallenblase (Courvoisier´sches Zeichen) bemerkbar.
  • Tastbefund: Große Bauchspeicheldrüsentumore sind durch die Bauchdecke hindurch palpabel (tastbar).
  • Bauchschmerzen: Gelegentlich verursachen Pankreastumore bei Einbeziehung des Plexus solaris (Sonnengeflecht, Knoten von Nervenzellen im mittleren Oberbauch) heftige Bauchschmerzen. Ständige dumpfe Schmerzen im mittleren Oberbauch können über die durch sie ausgelöste bildgebende Diagnostik zur Diagnose führen.

Die Klärung erfolgt in erster Linie durch bildgebende Verfahren. Eine im Ultraschall des Abdomens erkennbare zystische Raumforderung in der Bauchspeicheldrüse kann gelegentlich zur Differenzialdiagnose eines zystischen Tumors führen; in Betracht kommen beispielsweise ein Zystadenom oder ein Zystadenokarzinom des Pankreas.

Differenzialdiagnosen bei gestautem Gallengang

Differenzialdiagnostisch kommt bei einem schmerzlosen Ikterus mit Gallenwegen, die sonographisch bis zum Pankreas gestaut verfolgbar sind, auch ein Papillentumor oder ein distales cholangioläres Karzinom in Betracht.

Therapie

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Es kommen medikamentöse, chemotherapeutische und operative Maßnahmen in Frage. Zur palliativen Behandlung der obstruktiven Cholestase kann im Rahmen einer interventionellen ERC ein Stent (Plastik- oder Metallgitterröhrchen) in den Gallengang implantiert werden, der das Hindernis überbrückt.

Verweise



Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).