PH-Regulation bei Lebererkrankungen

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Die Harnstoffsynthese (aus Ammoniak und CO2) kann unter dem Gesichtspunkt des Verbrauchs von Bikarbonat betrachtet werden. Sie läuft pH-abhängig ab und ist bei Alkalose gesteigert.

Bei einer Leberinsuffizienz ist die Kapazität für die Bildung von Harnstoff erniedrigt. Ursache ist die Abnahme funktionstüchtigen Lebergewebes oder eine unzureichende Durchblutung. Folge: Bikarbonat wird nicht adäquat verbraucht, es kommt zur metabolischen Alkalose.

Metabolische Alkalose

Durch die Alkalose kommt es zur Ankurbelung der Harnstoff-Synthese und damit zu einer kompensatorischen Verbesserung der Ammoniakentgiftung (deshalb sollte eine Alkalose bei Leberzirrhose nicht ausgeglichen werden).

Bei zunehmender Leberinsuffizienz kommt es zu einer weiteren Abnahme der Harnstoff-Syntheserate. Dann sind Harnstoff i.S. erniedrigt und die Ammonium-Ausscheidung i.U. erhöht (wegen erhöhter Ammoniogenese in der Niere).

Verweise

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