Intrinsic Asthma

Unter intrinsic Asthma versteht man ein nichtallergisches Asthma. Während beim allergischen Asthma nur ganz spezielle Stoffe aus der Umwelt (Allergene) zur Auslösung asthmatischer Anfälle (Luftnot durch Bronchospastik) führen, sind es beim intrinsischen Asthma verschiedene unspezifische Schleimhaut reizende Bedingungen. Grundlage ist eine Übererregbarkeit der Bronchialschleimhaut und Bronchialmuskulatur.


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Entstehung

Dem nichtallergischen Asthma liegt eine übermäßige Reizbarkeit des Bronchialsystems zugrunde. Es ist “hypereagibel” veranlagt (“hyperreagibles Bronchialsystem”) und reagiert überschießend mit

  • Spastik (Verkrampfung der Bronchialmuskulatur),
  • Verschwellung der Schleimhaut und
  • Bildung zähen Schleims (Dyskrinie).

Auslöser

Intrinsisches Asthma kann ausgelöst werden durch

Klinik

Meist besteht eine lange Anamnese immer wieder auftretender Atemnot ohne Hinweis auf eine sonstige Ursache, so besteht vor allem kein Hinweis auf eine Allergie, eine sonstige Lungenkrankheit oder eine Herzkrankheit. Es kann sich im Laufe der Zeit eine chronische Bronchitis bilden, durch die es zu einer zusätzklichen Symptomatik kommen kann.

Diagnostik

Dazu siehe unter Asthma bronchiale und unter chronisch obstruktive Bronchitis.

Therapie

Die Behandlung zielt auf eine Beherrschung der auslösenden Bedingung sowie eine Unterbrechung der Bronchospastik.

  • Antibiotika kommen bei einem bakteriellen Infekt zum Einsatz (eitrige Bronchitis).
  • Theophyllin, ß-Sympathikomimetika und Anticholinergika führen zu einer Bronchialerweiterung und bessern die Luftnot.
  • Sekretolytika helfen, zähen Schleim zu lösen und damit die Dyskrinie zu beseitigen.
  • Herdbereinigung: Bei wiederkehrenden Infekten sollte nach entzündlichen Herden im Körper gesucht werden: in Frage kommen beispielsweise Nasennebenhöleninfekte, von denen “Abtropfinfektionen” ausgehen können. Wenn infektiöse Partikel in die Atemwegen gelangen, so ergibt sich immer wieder eine Atemwegsreizung; hier ist eine Herdsanierung anzustreben.
  • Eine morgendliche Bronchialtoilette hilft, Schleim loszuwerden, der sich ansammeln kann, wenn eine bereits bestehende chronische Bronchitis mit Defekt des Flimmerepithels des Bronchialschleimhaut vorliegt (Flimmerepithel ist ein Reinigungsmechanismus der Atemwege). Eine Bronchialtoilette ist insbesondere dann wirksam, wenn Bronchiektasen vorliegen.
  • Auslösende Faktoren, wie Rauch, Kälte, körperliche Anstrengung oder Aspirin sollten unbedingt vermieden werden.
  • Glukokortikoide kommen in Betracht, wenn eine erhöhte entzündliche Aktivität nachweisbar ist.

Verweise

Fachinfos

Patienteninfos

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).