Herzfrequenz

Die Herzfrequenz ist ein Parameter der Herzfunktion. Die Pulsfrequenz ist bei regelmäßigem Sinusrhythmus nicht aber bei der absoluten Arrhythmie mit ihr identisch. Bei einer Pulsunregelmäßigkeit ist daher zu klären, ob alle Herzschläge in die Peripherie durchkommen: Im Falle einer Arrhythmie können Herzschläge mit nur geringer Ventrikelfüllung zu einem in der Peripherie fehlenden Puls führen (Pulsdefizit). In diesem Fall kann die Herzfrequenz nur über die Auskultation des Herzens oder das Elektrokardiogramm (EKG) bestimmt werden.


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Untersuchungsmethoden

Zur Untersuchung der Herzfrequenz wird häufig eine Messung der Pulsfrequenz durchgeführt. Dies reicht bei großer Regelmäßigkeit des peripheren Pulses auch meist aus. Wegen möglicher ineffektiver Schläge bei sehr geringer Kammerfüllung im Rahmen einer Arrhythmie jedoch kann die periphere Pulsmessung zu ungenau sein. Viel genauer ist in diesen Fällen die Herzauskultation oder ein EKG. Bei einer Herzinsuffizienz mit einer Tachyarrhythmie kann eine hohe Zahl von ineffektiven Herzkontraktionen wegen der schlechten Kammerfüllung die Insuffizienz verstärken, so dass eine therapeutische Frequenzverlangsamung bereits eine Stärkung des Kreislaufs bewirkt. Daher wir klinisch das “Pulsdefizit” bestimmt, das minimiert werden soll.

Zur Untersuchung des Herzens siehe hier.

Pathologische Herzfrequenz

Die Herzfrequenz liegt normalerweise im Bereich von 60 – 90 pro Minute mit breiten Randbereichen, in denen die Herzfrequenz individuell in Ruhe ebenfalls noch als normal einzuschätzen ist. Ist sie schneller als normal (was eine individuell unterschiedliche Grenzziehung voraussetzt), so besteht eine Tachykardie. Wenn zudem eine absolute Arrhythmie vorliegt (absolute Tachyarhhythmie), so können bei zu schnell aufeinander folgenden Schlägen (wegen zu der kurzen Zeit für ein neue Kammerfüllung mit Blut) Pulswellen nicht bis in die Peripherie durchkommen, und es entsteht ein Pulsdefizit.

Ist sie langsamer als normal, so besteht eine Bradykardie. Ist sie dabei unrhythmisch, so wird von Tachyarrhythmie und Bradyarrhythmie gesprochen. Zur Diagnostik, klinischen Bedeutung und Therapie siehe jeweils dort.

Verweise

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).