Auskultation des Herzens

Die Auskultation des Herzens dient der Beurteilung der Herzklappen, des Herzbeutels und von Herzfehlern.

Geachtet wird bei der Auskultation des Herzens auf Art und Lautstärke von Herztönen und Herzgeräuschen sowie auf den Rhythmus und die Frequenz der Herzaktionen.

Herztöne (1. Herzton und 2. Herzton) sind meist physiologisch, können aber auch pathologisch sein (z. B. Mitralklappenöffnungston, 3. und 4. Herzton). Mehr siehe hier.

Herzgeräusche sind meist pathologisch und können vielfältige Ursachen haben (z. B. Aortenstenose, Mitralstenose, Septumdefekte (wie Vorhofseptumdefekt, Ventrikelseptumdefekt), Perikardreiben bei Perikarditis). Mehr siehe hier.

Weitere klinische Untersuchungen zur Herzbeurteilung

Die Perkussion des Herzens ergibt Hinweise auf die Herzkontur und Herzgröße.

Die Palpation des Herzens kann Hinweise auf eine Herzinsuffizienz und ein Herzwandaneurysma (“präkordiales Tapping”) ergeben. Der Herzspitzenstoß gibt Aufschluss über die Herzkraft (hebend? vergrößert?).

Zur Beurteilung des Herzens wird zudem der Pulsstatus und der Blutdruck verwendet. Auch ergeben die Auskultation der Lunge, eine Halsveneneinflussstauung und Ödeme Hinweise auf die Herzfunktion.

Verweise

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