Barrett-Karzinom

Als Barrett-Karzinom wird ein Adenokarzinom auf dem Boden von Dysplasien im Bereich der Zylinderzellmetaplasien des Barrett-Ösophagus bezeichnet.

Typen

Exophytisch-polypoid, ulzerös, diffus infiltrierend

Symptomatik

Das Barrett-Karzinom macht sich in der Regel durch eine Dysphagie oder einen Bolusverschluss auf sich aufmerksam. Selten wird er durch eine endoskopische Routinekontrolle entdeckt.

Diagnostik

Endoskopie

Es sind multiple Biopsien aus dem Bereich der Zylinderzellmetaplasie erforderlich, da auch schwere Dysplasien und Frühkarzinome übersehen werden können. Bei fortgeschrittenen Fällen kann die Differentialdiagnose eines Barrett-Karzinoms und eines Cardiakarzinoms schwierig sein. Das Barrett-Karzinom kann submukös infiltrieren, so daß seine Ausbreitung endoskopisch nicht abgeschätzt werden kann.

Endosonographie

Sie dient der Diagnostik der lokalen Ausbreitung und eines Lymphknotenbefalls. Beim Frühkarzinom ist sie der Computertomographie überlegen.

Computertomographie

Sie dient der Diagnostik der Ausdehnung und der Metastasierung.

Therapie

Beim Frühkarzinom operative Therapie. Wenn Lymphknotenmetastasen vorliegen, ist eine chirurgische Heilung sehr unwahrscheinlich. In Einzelfällen ist eine chirurgische Palliation möglich. Bei Stenosierung kann eine Lasertherapie zur Erweiterung des Lumens und Stenteinlage diskutiert werden, ansonsten sollte rechtzeitig eine PEG-Sonde eingelegt werden.

In wenigen Zentren besteht Erfahrung mit der endoskopischen Abtragung früher Karzinome, von denen durch hochauflösende Endosonographie nachgewiesen werden kann, dass sie die Mukosa nicht überschreiten (Mukosektomie nach Unterspritzung).

Verweise

-> Ösophaguskarzinom
-> Refluxkrankheit

Patienteninfos

Literatur

  • Dtsch Arztebl 2003; 100: A 1438-1448