Basedow’s Orbitopathie

Basedow’s Orbitopathie (Graves Orbitopathie) ist eine Komplikation des Morbus Basedow (Graves’ disease), die in etwa 50% der Fälle eines Morbus Basedow auftritt, in etwa 5% in schwerer Ausprägung.

Ursache

Basedow’s Orbitopathie besteht in einer entzündlichen Schwellung des retrobulbären Fetts, die das Auge hervorschiebt und einen Exophthalmus verursacht. Sie ist ebenso wie die Schilddrüsenentzündung autoimmunologisch bedingt ist. Neben der Schwellung des orbitalen Fetts kommt es meist auch zu einer entzündlichen und fibrosierenden Mitbeteiligung der Augenmuskulatur, die dazu führen kann, dass bei bestimmten Augenbewegungen Doppelbilder entstehen.

Auch das umgebende weiche Gewebe der Bndehäute und der Augenlider kann ödematös anschwellen 1)Adv Ther. 2015 Jul;32(7):595-611.

Behandlung

Um narbige Endstadien zu vermeiden sollte die mittelschwere und schwere Form einer Orbitopathie im Rahmen eines Morbus Basedow frühzeitig behandelt werden (siehe hier). Leichte Formen können spontan ausheilen, so dass sich ein beobachtendes Zuwarten anbietet (watchful waiting), günstigerweise durch Selen-Supplementierung unterstützt 2)Eur Thyroid J. 2016 Mar;5(1):9-26. Bei schweren Formen wird eine Behandlung mit Biologika, so besonders mit Rituximab, ein Antikörper gegen DC20-positive B-Lymphozyten, für aussichtsreich gehalten 3)Ophthal Plast Reconstr Surg. 2014 Sep-Oct;30(5):420-3. Allerdings wir einer totalen Thyreoidektomie die grßte Erfolgswahrscheinlichkeit eingeräumt 4)Eur Thyroid J. 2016 Mar;5(1):9-26.


Über facebook informieren wir Sie über Neues auf unseren Seiten!


Verweise

Literatur   [ + ]

1. Adv Ther. 2015 Jul;32(7):595-611
2, 4. Eur Thyroid J. 2016 Mar;5(1):9-26
3. Ophthal Plast Reconstr Surg. 2014 Sep-Oct;30(5):420-3