Neutropenie

Neutropenie bedeutet Erniedrigung der Zahl der neutrophilen Granulozyten (kurz: Neutrophile) unter ca. 1500/µl. Neutrophile machen den Hauptteil der Granulozyten im peripheren Blut und die wiederum zusammen mit den Lymphozyten den ganz überwiegenden Anteil der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) aus. Sie sind für die Abwehr von Bakterien essentiell. Eine Neutropenie bedeutet damit immer auch eine Erhöhung des Risikos für schwerwiegende Infektionen, wie Abszesse, Sepsis und Empyeme. Es kann zur Fieberzuständen kommen, deren Ursache nicht immer gleich erkannt wird (neutropenisches Fieber).

Eine Neutropenie bedeutet in aller Regel auch eine Granulopenie und meist auch eine Leukopenie. Im Falle eine lymphatischen Leukämie allerdings kann eine erhebliche Leukozytose vorliegen und wegen der Knochenmarksinfiltration mit malignen Vorstufen der Lymphozyten und Verdrängung des normalen blutbildenden Marks dennoch eine Granulo- und Neutropenie.

Mehr zur Neutropenie siehe unter Granulozyten, Leukozyten und Leukopenie.