Computertomographie

Die Computertomographie, meist als CT abgekürzt  (engl.: computed tomography), ist eine röntgenologische Schnittbilduntersuchung des Körpers. Sie wird zur Diagnostik verborgener Körperstrukturen verwendet.


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Indikationen

Die CT wird in der Medizin zur Erkennung von Strukturveränderungen verwendet. Sie zeigt beispielsweise Raumforderungen, Tumore und Metastasen, Knochenveränderungen und Veränderungen an Blutgefäßen oder im Gehirn. Zur Abgrenzung von verschiedener Strukturen werden Kontrastmittel eingesetzt. Die computertomographische Dichte von Gewebe (gemessen in Hounsfield-Einheiten) wird zu Hilfe gezogen, um flüssigkeitsgefüllte Bereiche und Blutungen zu erkennen. Der Verlauf der Kontrastmittelanflutung und -abnahme in sequenziellen CT-AUfnahmen dient zur Beurteilung der Durchblutung eines Gewebes oder Organs.

Mit Hilfe der Computertomographie können gezielte Punktionen und Biopsien durchgeführt werden, um Gewebe für eine histologische Untersuchung zu entnehmen.

Die computertomographische Untersuchung ist nicht sehr zeitaufwändig und eignet sich auch für Notfalluntersuchungen.

Beispiele für die Anwendung der Computertomographie siehe hier.

Die Strahlenbelastung

Die Strahlenbelastung einer CT-Untersuchung ist relativ hoch. Für eine Spiral-CT-Untersuchung des Abdomens beträgt sie beispielsweise 5-10 Milli-Sievert (mSv). Die Belastung durch nätürliche Strahlung beträgt zum Vergleich 2 – 3 mSv pro Jahr. Dennoch lassen sich derzeit keine sicheren Strahlenschäden durch CT-Untersuchungen nachweisen.

Für eine Untersuchung der Nieren bei Steinpatienten werden in einer Studie EDosen >20mSv pro Jahr angegeben. Ein low-Dose-CT-Protokoll (mit angenommenen EDosen von <4mSv) ist zwar möglich, wird aber relativ selten angewendet. Begründet wird dies mit einem erhöhten Body-Mass-Index sowie einer relativ hohe Anzahl der Scans und Mehrphasenscans. 1) 2019 Apr 27. doi: 10.1089/end.2019.0091.

Alternativen

Die wichtigsten Alternativen zur CT sind:

  • Die Sonographie ist eine Schnittbilduntersuchung, deren Kosten und apparativer Aufwand deutlich geringer sind. Die Untersuchung sowei deren Beurteilung sind sehr von der Erfahrung des Untersuchers und den Untersuchungsbedingungen abhängig.
  • Die Magnetresonanztomographie ist eine Schnittbilduntersuchung, die ähnlich der CT zu reproduzierbaren Bildern führt. Besondere Vorteile liegen in einer besseren Beurteilung von Weichteilen, Bändern und Gelenken. Nachteil ist die enge Röhre und die lange Untersuchungsdauer.

Beide Untersuchungen wie auch die Positronenemissionstomographie (PET) ergänzen je nach Fragestellung die Computertomographie.

Verweise

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).


 


Literatur   [ + ]

1. 2019 Apr 27. doi: 10.1089/end.2019.0091.