Schilddrüsenhormone

Schilddrüsenhormone sind:

  • fT3: freies Trijodthyronin (im Blut ungebunden, frei vorliegend)
  • fT4: freies Tetrajodthyronin (im Blut an Transportprotein gebunden)
  • Calcitonin
  • Procalcitonin

TSH: Zur Schilddrüsendiagnostik wird zusätzlich zu den in der Schilddrüse gebildeten Hormonen auch das Thyreoidea (Schilddrüse) stimulierende Hormon TSH der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), verwendet und wird zusammen mit fT3 und fT4 landläufig unter “Schilddrüsenwerten” zusammengefasst. Dazu siehe hier.

Indikationen

Die Schilddrüsenhormone, insbesondere fT3 und TSH, werden bestimmt bei

  • einer Schilddrüsenüberfunktion (offene oder latente Hyperthyreose) oder
  • einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) verwendet, wenn sie klinisch verdächtigt werden,
  • Nachweis einer diffuser Vergrößerung des Organs oder einer Raumforderung in der Schilddrüse durch ein bildgebendes Verfahren,
  • Herzrhythmusstörungen, die nicht zu selten bei einer lediglich latenten Hyperthyreose auftreten,
  • einer geplanten Röntgenuntersuchung mit einem jodhaltigen Kontrastmittel zum Ausschluss eine latenten oder manifesten Hyperthyreose (da Jod zu einer thyreotoxischen Krise führen kann).

Klinische Symptome, die auf eine Hyperthyreose hindeuten und zur Bestimmung der Schilddrüsenhormone veranlassen, sind:

  • innere Unruhe, Nervosität,
  • Schlaflosigkeit,
  • Gewichtsabnahme trotz vermehrtem Hunger,
  • dünnere und häufigere Stühle, Durchfälle ohne sonstige Ursache,
  • Empfindlichkeit gegen Wärme, Schweißneigung,
  • Neigung zu Muskelkrämpfen.
  • Zyklusstörung bei Frauen.

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Verweise:


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).