Mastzellen

Mastzellen sind Zellen des Immunsystems, die durch ihre multiplen basophilen Granula im Zellinneren auffallen. Sie befinden sich besonders unter den Schleimhäuten (submukös) von Darm und Atemwegen, aber auch diffus im Bindegewebe; daher werden sie auch als Gewebsmastzellen bezeichnet. Mastzellen sind Auslöser einer IgE-vermittelten allergischen Sofortreaktion.

Den Gewebsmastzellen entsprechen die basophilen Granulozyten im Blut, die auch als Blutmastzellen bezeichnet werden (siehe hier).


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Aufgabe der Mastzellen

Charakteristisch ist die Eigenschaft der Mastzellen, zirkulierende Antikörper vom Typ IgE zu binden. Erkennen die zellgebundenen IgE-Antikörper ein Allergen, gegen das sie gerichtet sind, vermitteln sie der Mastzelle ein Signal zu Freisetzung von Mediatorstoffen (wie Histamin, siehe hier). Die gespeicherten Vorräte werden aus den Granula rasch freigesetzt; es kommt zur “Degranulation” der Zellen. Die freigesetzten Mediatorstoffe bewirken eine sofortige allergische Reaktion mit Gefäßerweiterung, Erhöhung der Gefäßpermeabilität, die zu einer lokaler Schwellung führt, und Juckreiz.

Durch die Mastzell-Mediatoren kommt es

  • an der Haut zur Urtikaria mit Quaddelbildung,
  • an den Schleimhäuten zu vermehrter Schleimproduktion (z.B. beim Heuschnupfen),
  • an glatter Muskulatur der inneren Organe zu einer Kontraktion und vermehrten Peristaltik, was

Verweise


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).