Erythrodontie

Von Fachärzten verständlich geschrieben und wissenschaftlich überprüft

Erythrodontie bedeutet rote Zähne. Es handelt sich dabei um eine mehr oder weniger rötliche Verfärbung durch Einlagerung von Porphyrinen, die sich speziell bei der Kongenitalen erythropoetischen Porphyrie (CEP, Morbus Günther) nachweisen lässt. Wenn sich dieses Symptom nachweisen lässt, sollte sofort auf Fluoreszenz unter uv-Licht untersucht werden; bei Porphyrin-Einlagerung erscheint eine rote Fluoreszenz.

Ist eine Porphyrie als Differenzialdiagnose beispielsweise von Lichtdermatosen in Diskussion, kann der rötliche Aspekt oder die rasch nachweisbare Fluoreszenz der Zähne unter dem uv-Licht zur Diagnose beitragen. Ist eine Verfärbung nicht eindeutig erkennbar, sollte dennoch eine uv-Untersuchung folgen. Die Erkrankung wird durch Nachweis einer Mutation des Enzyms URO-III-Synthase (UROIIIS) diagnostiziert (siehe hier).

Verweise



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