Coxibe

Coxibe sind Medikamente, die bei entzündlich bedingten Gelenkbeschwerden eingesetzt werden und bezeichnen selektiven COX-2-Hemmer. Sie haben gegenüber den nichtselektiven COX-2-Hemmern den Vorteil geringerer gastrointestinaler Nebenwirkungen. Bei Neigung zu Magengeschwüren oder einer Gastritis können selektive COX-2-Inhibitoren in Frage kommen. Die möglichen Nebenwirkungen sind jedoch zu beachten (s. u.). Beispiel eines Präparats mit relativ günstigem Wirkungsprofil ist Celecoxib (Celebrex ®). Ein anderes mit Einschränkungen zugelassenes Medikament ist Etoricoxib (ab 16 Jahren).

Die Wirkung der selektiven COX-2-Inhibitoren beruht auf einer praktisch ausschließlichen Hemmung der Cyclooxigenase 2, einem Enzym der Prostaglandinsynthese.

Nebenwirkungen betreffen vor allem Komplikationen im Magendarmtrakt, an den Nieren und am Herzen. Wirkstoffe, wie Rofecoxib (Vioxx®), wurden wegen einem erhöhten Risiko eines Herzinfarkts vom Markt genommen oder nicht zugelassen. Grundsätzlich haben sich Substanzen mit diesem Wirkmechanismus als  so nebenwirkungsbehaftet herausgestellt, dass ihre Marktreife jeweils besonders streng geprüft wird. Es kommt daher zu einem Überwiegen der thrombotischen und vasospastischen Reaktionsbereitschaft der Blutgefäße, speziell der Herzgefäße. Lumiracoxib wurde wegen Leberschäden vom Markt genommen.

Ursache für das erhöhte Herzinfarkt-Risiko ist die deutlich verringerte Synthese von Prostaglandinen, die wegen ihrer gefäßerweiternden und Plättchen-hemmenden Wirkung das Herz schützen, wohingegen die Bildung von Thromboxan (über COX-1), welches die Blutgefäße verengt und die Koagulation der Blutplättchen fördert, nicht beeinträchtigt wird.

Mehr dazu siehe unter COX-2-Hemmer


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Verweise