AT3

AT3 ist die Abkürzung für Antithrombin 3. Es ist ein Wirkprinzip im Blut, das vor einer überschießenden Blutgerinnung schützt. Ein AT3-Mangel kann umgekehrt zu einer ausgeprägten Thromboseneigung führen.


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Wirkungsweise

Antithrombin 3 ist ein Serinproteaseinhibitor (Serpin) und wird in der Leber gebildet. Zur Bildung ist Vitamin K erforderlich.

AT3 hemmt die Gerinnungsfaktoren Thrombin, IXa und Xa. Heparin beschleunigt die Reaktion erheblich und hemmt damit die Blutgerinnung weit über das Maß von Antithrombin 3 hinaus. Umgekehrt benötigt Heparin für seine antithrombotische Wirkung diesen Faktor (siehe hier). 1) 2001 May 4;276(18):14961-71.

Indikationen

AT3 wird bei folgenden Fragestellungen bestimmt:

Referenzwert

Der Normbereich für Antithrombin 3 liegt bei 0,19 – 0,31 g/l (80 – 120 %).

Erhöhte Werte

Erhöhte Antithrombin 3-Werte findet man selten im Rahmen einer Blutverdickung durch Exsikkose; sie haben sonst keine wesentliche diagnostische Bedeutung.

Erniedrigte Werte

Ein AT3-Mangel kann folgende Ursachen haben:

  • Nierenkrankheit mit nephrotischem Syndrom: große AT3-Mengen werden über die Nieren ausgeschieden; Bei unzureichender Nachproduktion kann eine erniedrigte Konzentration im Blut und damit eine Thromboseneigung die Folge sein.
  • Leberinsuffizienz bei schwerer Leberkrankheit:
  • Genetische Ursache (selten): Die Synthese von funktionsfähigem AT3 kann genetisch bedingt vermindert sein. In diesen Fällen treten Thrombosen und Embolien bereits in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter auf. Eine lebenslange Antikoagulation ist unabdingbar.

Folgen eines AT3-Mangels

Ein AT3-Mangel erhöht die Neigung zur Thrombose- und Embolie-Bildung (z. B. Beinvenenthrombose, Lungenembolie). Bei einer Leberzirrhose mit Gerinnungsstörungen kann es ungewöhnlicherweise zu einer Pfortaderthrombose kommen.

Bei einem AT3-Mangel ist Heparin zur Thromboseprophylaxe wirkungslos (siehe hier).


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Verweise

Fachinfos


Literatur   [ + ]

1. 2001 May 4;276(18):14961-71.