Exsikkose

Definition

Exsikkose bedeutet Austrocknung des Körpers. Sie kommt durch eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr im Verhältnis zur Ausscheidung zustande.

Das Wichtigste

Kurzgefasst
Exsikkose bedeutet Flüssigkeitsmangel im Körper. Der Flüssigkeitsverlust übersteigt die Flüssigkeitsaufnahme. Die Haut wird schrumpelig, der Blutdruck sinkt, das Bewusstsein trübt ein und schwindet schließlich bis hin zum Koma. Häufigste Ursache ist starkes Schwitzen. Aber auch Krankheiten können zu einer Exsikkose führen, beispielsweise eine hohe Zuckerausscheidung mit dem Urin (Glukosurie) bei schlecht eingestellter Zuckerkrankheit, eine Durchfallkrankheit (Kinder besonders gefährdet!), eine Hormonstörung, eine Nierenkrankheit oder eine Schluckstörung z. B. nach einem Schlaganfall. Wasser treibende Medikamente (Diuretika) sind nicht selten ebenfalls eine Ursache. Die Behandlung besteht in einer kontrollierten Flüssigkeitszufuhr, in schweren Fällen über eine Infusion, wobei die Elektrolyte des Bluts ausbalanciert werden müssen. Zudem ist eine eventuelle Grundkrankheit zu behandeln.

 


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Klinisches Bild

Charakteristisch für eine Exsikkose sind stehende Hautfalten, ein trockener Mund mit trockener Zunge und leere Halsvenen (bei der klinische Untersuchung wird dazu die Füllung der Halsvenen bei Flachlagerung geprüft). Der Bewusstseinszustand ist je nach Ausprägung der Exsikkose getrübt bis somnolent oder gar komatös.

Ursachen

Beispiele für Ursachen einer Exsikkose:

Trockene, borkig belegte Zunge bei Austrocknung. Ursache war mangelnder Antrieb zu trinken bei Alzheimer-Demenz.
  • zu geringe Flüssigkeitsaufnahme z. B. bei
    • Übelkeit und Brechreiz aus verschiedensten Gründen,
    • nachlassendem Durstgefühl im Alter und Vernachlässigung,
    • Angst vor Verschlucken (z. B. nach Schlaganfall),
  • zu starker Flüssigkeitsverlust z. B. ausgelöst durch

Folgen

Wichtige Folgen einer Exsikkose sind

Therapie

Durch elektrolytneutrale Flüssigkeitszufuhr sind die Symptome und Komplikationen einer Exsikkose meist rasch beherrschbar. Zur Therapie eines hepatorenalen Syndroms (siehe hier).

Verweise