TNF-alpha

TNF-alpha (TNFα) ist die Abkürzung für Tumornekrosefaktor-alpha (Tumornekrosefaktor-?, TNF-?). Es ist ein Zytokin, welches eine zentrale Bedeutung bei entzündlichen und immunologischen Reaktionen des Körpers spielt.


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Bildungsorte

TNFα wird durch verschiedene Zellen und in verschiedenen Organen gebildet, hauptsächlich durch Makrophagen, aber auch durch Mastzellen, Lymphozyten, Endothelzellen sowie im Fettgewebe, Herzen und neuronalen Gewebe.

Wirkungen

Es sind inzwischen eine Vielzahl unterschiedlicher Effekte von TNFα bekannt. Beispiele:

  • Die Bildung im Fettgewebe soll zur Entstehung einer Fettleberhepatitis (beispielsweise der NASH) und zur Senkung der Insulinempfindlichkeit beim Diabetes mellitus entscheidend beitragen.
  • In der Leber wird die Bildung von Akute-Phase-Proteinen wie CRP stimuliert.
  • Makrophagen werden zur Phagozytose angeregt.
  • Im zentralen Nervensystem kommt es zu mehreren Wirkungen, wie einer Appetitbremse oder der Auslösung einer Fieberreaktion oder der Ausschüttung des CRF (corticotropin-releasing factor),
  • TNF-alpha fördert eine lokale Entzündungsreaktion auf z. B. Fremdreize oder eine bakterielle Infektion,
  • TNFα ist entscheidend an der Schockreaktion im Rahmen einer Sepsis beteiligt.

TNF-alpha-Blocker

Medikamente, welche die Wirkung von TNFα unterdrücken, spielen eine zunehmende Rolle in der Behandlung chronisch entzündlicher Erkrankungen, wie der rheumatoiden Arthritis, der Psoriasisarthritis, dem Morbus Bechterew, dem Morbus Crohn und der Colitis ulcerosa.

Antikörper gegen TNFα wie Infliximab, Adalimumab und Golimumab oder Etanercept dämpfen die Entzündungsreaktionen, können aber zum Aufflammen von opportunistischen verborgenen Infektionen, wie der Tuberkulose, führen. Mehr dazu siehe hier.

Verweise