Shisha-Rauchen

Shisha-Rauchen (Rauchen einer Wasserpfeife) ist eine gemeinschaftsbildende Tradition im nahen Osten, bei der Tabakqualm durch eine Wasser enthaltende Flasche gefiltert inhaliert wird. Die Wasserpfeifentradition breitet sich hierzulande unter Jugendlichen aus. Sie gilt als ungefährlich. Allerdings mangelt es an kritischen Veröffentlichungen; bisher vorliegende besagen jedoch, dass Vorsicht geboten ist [1].

Zusammenstellungen von Untersuchungen zur Toxizität des Shisha-Rauchs zeigen,

  • dass im Rauch signifikante Konzentrationen toxischer Substanzen, die auch ein Abhängigkeitspotenzial besitzen, vorhanden sind, und die das Risiko für eine koronare Herzkrankheit, Lungenkrankheiten und Lungenkrebs erhöhen [2]
  • dass folgende Reaktionen auftreten: erhöhte Herzfrequenz, Anstieg des Blutdrucks, Einschränkung der Lungenfunktion, CO-Intoxikation. Bei Langzeit-Shisha-Rauchen ist das Risiko für eine chronische Bronchitis und eine koronare Herzkrankheit erhöht [3].

Tierexperimente legen nahe, dass der Genuss von Wasserpfeifen zu Blutbildveränderungen führt; es wurde eine Erhöhung der Zahl der roten Blutkörperchen, des Hämoglobins und des Hämatokrits gemessen und als Zeichen einer Toxizität gewertet [4].

Eine Studie des Robert-Koch-Instituts weist nach, dass Shisha-Rauchen von vielen Jugendlichen offenbar nicht als „Rauchen“ eingestuft und seine Gesundheitsgefahren nicht wahrgenommen werden. (siehe hier.) Regelmäßiger Konsum von Rauch aus Wasserpfeifen fördert jedoch mangelnde Mundhygiene, Atemwegserkrankungen und Herzkreislaufkrankheiten, wie Untersuchungen (s. o.) nahe legen.


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Verweise

Literatur

  1. ? Open Med Chem J. 2015 Feb 27;9:1-12. doi: 10.2174/1874104501509010001. eCollection 2015
  2. ? Tob Control. 2015 Mar;24 Suppl 1:i22-i30
  3. ? Tob Control. 2015 Mar;24 Suppl 1:i31-i43
  4. ? Int J Hematol Oncol Stem Cell Res. 2014 Jul 1;8(3):37-43