Schokolade

Schokolade ist ein Genussmittel mit Inhaltsstoffen der Früchte des Kakaobaums. Der Anteil des Kakaos wird auf der Verpackung angegeben: braune Schokolade enthält weniger , schwarze dagegen mehr. Die weiße Schokolade enthält nur Kakaobutter, jedoch kein Kakaopulver.

Medizinische Bedeutung

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Kakaobohnen und Kakaopulver sind besonders reich an pflanzliche Polyphenole und Flavonoiden. Auch schwarze Schokolade enthält noch relativ viel davon. Sie übt einen günstigen Einfluss auf den Cholesterinspiegel des Bluts aus und steigert das HDL-Cholesterin [1].

Moderater Genuss dunkler Schokolade übt einen günstigen Einfluss auf den Blutdruck aus, und bewirkt zudem antientzündliche (antiinflammatorische) und antithrombotische Effekte (gegen eine erhöte Tromboseneigung gerichtet). Sie beugt laut inzwischen vieler Studien der Entwicklung von Herzkreislaufkrankheiten (kardiovaskuläre Erkrankungen), so besonders der koronaren Herzkrankheit (inkl. Herzinfarkt), aber auch einer absoluten Arrhythmie, vor. Eine große Dänische Studie hat eine Risikoreduktion für Vorhofflimmern um 17% schon bei einer Portion pro Woche gefunden. 1)Heart 2015;101:1279-1287 http://dx.doi.org/10.1136/heartjnl-2014-307050 2)Heart 2017;103:1163-1167 http://dx.doi.org/10.1136/heartjnl-2016-310357

Auch steigert Schokolade die periphere Insulinempfindlichkeit bei der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Die vaskuläre Endothelfunktion verbessert sich, wobei eine verbesserte NO-Produktion sowie die antioxidative Wirksamkeit der Flavonoide die Hauptrolle zu spielen scheinen [2][3]. Hoher Kakaogehalt verbessert bei Diabetes das Lipidprofil, braune dagegen nicht [4].

Wirkungen

Folgende positive Wirkungen scheinen damit zusammengefasst für einen moderaten Genuss von Schokolade mit hohem Kakao-Anteil zu sprechen:

Alle diese Wirkungen sind nur mäßig ausgeprägt, dienen jedoch im Zusammenhang mit einer Umstellung des Lebensstils, d.h. zusammen mit anderen Maßnahmen (wie vermehrter körperlicher Bewegung und Übergang auf pflanzliche, ballaststoffreiche Ernährung, ggf. mit Gewichtsreduktion bei Übergewicht) zu einer Verbesserung der gesundheitlichen Prognose insgesamt.

Verweise

Literatur

  1. ? Free Radic Biol Med. 2004 Nov 1;37(9):1351-9
  2. ? J Thromb Thrombolysis. 2009 Nov;28(4):482-8
  3. ? J Cardiovasc Pharmacol. 2009 Dec;54(6):483-90
  4. ? Diabet Med. 2010 Nov;27(11):1318-21


Literatur   [ + ]

1. Heart 2015;101:1279-1287 http://dx.doi.org/10.1136/heartjnl-2014-307050
2. Heart 2017;103:1163-1167 http://dx.doi.org/10.1136/heartjnl-2016-310357