Mallory-Weiss-Läsion

Definition

Bei einer Mallory-Weiss-Läsion handelt es sich um einen Längseinriss der Schleimhaut am ösophagocardialen Übergang.

Ursache

Ein Schleimhauteinriss kommt durch mechanische Belastung beim Würgen und Erbrechen zustande. Häufig ist ein übermäßiger Alkoholgenuss im Spiel, manchmal ein Erbrechen im Rahmen einer Chemotherapie. Selten spielt übermäßiger Würgereiz eine Rolle.

Folge

Eine Mallory-Weiss-Läsion ist oft Ursache einer oberen gastrointestinalen Blutung und macht sich durch Bluterbrechen bemerkbar.

Wenn sich der Schleimhauteinriss zum Ösophagus hin verlängert kann in sehr seltenen Fällen ein Boerhaave-Syndrom entstehen.

Diagnostik

Der Schleimhauteinrisses und eine eventuelle Blutung aus ihm lässt sich durch eine Magenspiegelung gut erkennen.

Therapie

Ein kleiner Schleimhauteinriss heilt in der Regel spontan wieder ab. Wichtig ist es dazu, Würgereiz und Erbrechen sicher zu unterdrücken (Vermeiden von Alkohol, Antiemetika, kleine verteilte Mahlzeiten)

Bei einer Blutung aus einer Mallory-Weiss-Läsion kann endoskopisch unterspritzt werden. Auch können durch Setzen von Clipps die Blutung gestillt und die Ränder adaptiert werden.

Verweise