Interkostalneuralgie

Definition

Schmerzhaftigkeit durch Überempfindlichkeit eines oder mehrerer Interkostalnerven (Zwischenrippennerven).

Ursachen

Meist liegt eine degenerative Wirbelsäulenerkrankung zugrunde, durch die die Nervenaustritte durch die Foramina intervertebralia (zwischen zwei benachbarten Wirbeln) eingeengt sind. Auch eine Weichteilschwellung in diesem Bereich kann zu einer Nervenreizung führen. Sie kann beispielsweise im Rahmen eines banalen Infekts auftreten und ist reversibel.

Symptomatik

Schmerzhafte Atemeinschränkung entlang eines Rippenpaares.

Differenzialdiagnosen

  • Wenn bei jungen, sonst gesunden Menschen eine solche Symptomatik auftritt sollte nach ein Infekt gefragt werden.
  • Bei älteren Menschen kommt zudem eine degenerative Wirbelsäulenkrankheit mit Osteochondrose und Spondylose in Frage. Wenn die Beschwerden anhalten und sich schlecht therapieren lassen, ist auch an eine maligne Erkrankung mit Knochendestruktion im Bereich der Wirbelsäule zu denken. Eine Computertomographie klärt in der Regel.
  • Eine Pleurodynie kann eine Interkostalneuralgie imitieren.
  • Eine atypische Angina pectoris sollte je nach Lokalisation der Schmerzen bedacht werden.

Verweise