Amylase

Amylase ist ein Sammelbegriff für verschiedene Stärke verdauende Enzyme, der Alpha- und der Beta-Amylase. Gebildet werden sie in den Speicheldrüsen des Mundes und der Bauchspeicheldrüse (Pankreas).


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Formen der Amylase

  • Die Speichelamylase, auch „Ptyalin“ genannt, besteht aus 3 Isoformen. Alle spalten 1,4-alpha-glycosidische Bindungen von Stärke und Glykogen. Ihr pH-Optimum liegt bei 7; zur Aktivität sind Chlorid-Ionen erforderlich. Die im Mund beginnende Verdauung ist an pH-neutrales Milieu gebunden und stoppt im sauren Magen.
  • Die Pankreasamylase besteht aus 2 Isoformen, die Polysaccharide in Oligosaccharide bis hin zum Disaccharid Maltose (Malzzucker, bestehend aus 2 Glukosemolekülen) spaltet. Ihr pH-Optimum liegt bei 6; zur Aktivität sind im Gegensatz zur Speichel-Amylase keine Chlorid-Ionen erforderlich.

Referenzbereich

Die obere Normgrenze liegt bei 37 Grad bei 53 U/l.

Erhöhte Werte

Erhöhte Werte im Serum finden sich bei:

  • Parotitis (Entzündung der Ohrspeicheldrüse), beispielsweise im Rahmen von Mumps oder einer „marantischen Parotitis“, die bei schweren auszehrenden Erkrankungen (siehe unter Marasmus),
  • Speicheldrüsenentzündungen sonstiger Ätiologie,
  • Speichelstau bei Speichelstein (Sialolith),
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis),
  • Niereninsuffizienz,
  • Makroamylasämie.

Erniedrigte Werte

Sie haben keine diagnostische Bedeutung.

Verweise

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).