Ruxolitinib

Ruxolitinib ist ein Januskinsase-Hemmer, der zur oralen Therapie der Myelofibrose dient.

Wirkmechanismus

Ruxolitinib hemmt die Januskinasen JAK1 und JAK2. Zum Wirkmechanismus der Januskinasen allgemein siehe hier.

Wirksamkeit

Ruxolitinib bewirkt bei der Myelofibrose (eine myeloproliferative Erkrankung) einen Rückgang der Milzgröße sowie eine Verbesserung des Blutbilds und der Symptome [1].

In einer Zusammenstellung von Studien wurde festgestellt, dass Ruxolitinib nach einer 24- und 48-wöchigen Therapie in über 2/3 und 1/2 der Fälle zu einer Reduktion der Milzgröße um mindestens 35% (im Vergleich zu einer besten Standardtherapie) führte [2].

Seit der Zulassung von Ruxolitinib in den USA 2011 zur Behandlung der Myelofibrose sind eine Reihe von Studien zur Wirksamkeit über eine längere Anwendungszeit veröffentlicht worden, die zeigen, dass die positive Wirkung auf den Rückgang der Milzgröße anhält. Auch eine während der Behandlungszeit durchgeführte allogene Stammzelltransplantation wurde nicht nachteilig beeinflusst. Es werden positive Effekte auf das Blutbild und die Symptome bei einer therapierefraktären Polycythämia vera festgestellt [3].

Nebenwirkungen

Es wurden eine Reihe von Nebenwirkungen berichtet, die jedoch nicht zum Therapieabbruch führten. Dazu gehörten Müdigkeit, Bauchschmerzen, Diarrhö, Anämie und Thrombozytopenie [4].

Verweise

Literatur

  1. ? Clin Lymphoma Myeloma Leuk. 2013 Dec;13(6):638-45
  2. ? Exp Ther Med. 2013 Mar;5(3):927-931
  3. ? Curr Hematol Malig Rep. 2014 Aug 22. [Epub ahead of print]
  4. ? Exp Ther Med. 2013 Mar;5(3):927-931