Rektumprolaps

Rektumprolaps bedeutet Vorfall von Teilen der Wand des Mastdarms durch den Darmausgangskanal (Analkanal) nach außen. Er kann als Sonderform einer rektalen Intussuszeption angesehen werden.

Ursache

Ursache des Rektumprolapses ist eine erhebliche Lockerung der bindegewebigen Aufhängung der Beckenbodenorgane und zudem eine Erweiterung und ein Tonusverlust des analen Schließmuskels (Sphinkterinsuffizienz). Der Rektumprolaps kommt somit meist zusammen mit einer Beckenbodeninsuffizienz vor. Meist geht ihm eine lange Phase einer behinderten Stuhlentleerung im Sinne einer obstruktiven Defäkationsstörung voraus.

Diagnostik

Der Rektumprolaps ist von außen gleich als wurstförmige mehr oder weniger lange hochrote Darmschleimhaut erkennbar, die aus dem Analkanal herausragt. Durch Abschnürung des Blutabstroms kann eine bläulich livide Schwellung vorliegen, und es können Schleimhautblutungen auftreten.

Therapie

Im Gegensatz zum Analprolaps lässt sich der Rektumprolaps kaum oder nur sehr schwer manuell reponieren. Oft ist dazu eine Narkose oder eine Operation notwendig. Ziel einer Operation ist die Verkürzung des Rektums und eine Behandlung der analen Sphinkterinsuffizienz (siehe unter Stuhlinkontinenz).

Verweise