Marasmus

Marasmus ist eine extreme allgemeine Auszehrung des Körpers an Körperfett und Muskulatur. Es kommt zu extremem Untergewicht, das mit einer allgemeinen Schwäche und Apathie einhergeht. Die mangelhafte Reserve des Körpers erstreckt sich auch auf die Körperabwehr, so dass sich Infektionen rasch ausbreiten können und zu lebensbedrohlichen Infektionen führen. Der Energiemangel führt schließlich zum Herzversagen.

In westlichen Ländern kommt Marasmus vorwiegend im Alter vor, wobei Auszehrung durch Krebs die häufigste Ursache ist; in Dritte-Welt-Ländern tritt er wegen des oft vorliegenden Nahrungsmangels bereits bei kleinen Kindern auf.


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Ursachen

Marasmus ist die Folge einer lang andauernden Unterversorgung des Körpers mit Nahrung (Kalorien, Vitaminen und Spurenelementen). Ursachen können sein (Auswahl):

Folgen

Der bei Marasmus vorliegende Eiweißmangel bedeutet einen Mangel an Bausteinen für alle Zellteilungsvorgänge, für die Herstellung von Abwehrzellen und Antikörpern und schließlich auch für die Produktion von Verdauungsenzymen, so dass auch eine plötzlich einsetzende Nahrungszufuhr nicht verdaut und zum Körperaufbau verwendet werden kann.

Folge der erheblichen Abwehrschwäche des Immunsystems sind nicht beherrschbare  Infektionskrankheiten; so breitet sich beispielsweise in Hungergebieten die Tuberkulose aus.

Der Energiemangel des Körpers hat tief greifende Folgen für alle Stoffwechselvorgänge, so für die Körperkraft oder auch für die Funktion aller innerer Organe, die Urinproduktion oder das Hormonsystem.

Energiemangel bedeutet speziell für das Gehirn mit seinem außerordentliche hohen Energiebedarf eine frühzeitige Einschränkung seiner Leistungsfähigkeit. Es können psychiatrische Symptome verschiedenster Art mit Verkennung der Wirklichkeit und Halluzinationen eintreten. Es kommt zu Apathie und Bewusstlosigkeit.

Ein Energiemangel des Herzens kann zu Herzrhythmusstörungen und schließlich zur elektromechanischen Entkopplung führen, was häufig die Todesursache darstellt.

Verweise


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).