Fenchel

Fenchel (Foeniculum vulgare, engl. fennel) gehört (wie Anis) zur Familie der Doldenblütler. Es wird für Tee, Küchengewürz (z. B. für Fischgerichte, Salatsaucen etc.) und in der Volksmedizin als Heilmittel verwendet.

Verwendung in der Volksmedizin

Die Samen werden zu Fencheltee aufgegossen, der bei Magendarmbeschwerden beruhigen soll und speziell bei Blähungsbeschwerden von Säuglingen und Kleinkindern gerne verwendet wird.

Biologische Wirkungen

Grundlage der biologischen Wirksamkeit sind multiple Inhaltsstoffe, die noch nicht alle im Einzelnen völlig erforscht sind. Ölige Extrakte wirken antioxidativ, antimikrobiell und gegen Pilze (antifungal) [1][2].

Unter den Inhaltsstoffen der öligen Extrakte von Fenchel befinden sich beispielsweise

  • Anethol, das auch in Anis vorkommt und antioxidativ und antimikrobiell wirkt. Ölige Extrakte aus Fenchel wirken besonders gegen E. coli und S. aureus, weniger gegen B. cereus und P. aeroginosa [3].
  • Estragol, das auch in Estragon vorkommt und im Tierversuch krebserzeugend wirkt,
  • Fenchone, sie sind wirksam gegen Hausstaubmilben [4] und als Repellent gegen Aedes aegypti (Mücke, die Gelbfieber und das Dengue Fieber überträgt) [5].

In Experimenten zur Schweinemast haben Fenchelextrakte als Geschmackszutat zum Futter zu einem Rückgang der Nahrungsaufnahme geführt![6] Die Bedeutung dieser Beobachtung für die Ernährung von Kleinkindern ist nicht geklärt.

Verweise

Literatur

  1. ? J Med Food. 2010 Feb;13(1):196-204
  2. ? J Med Food. 2006 Winter;9(4):552-61
  3. ? Rev Med Chir Soc Med Nat Iasi. 2008 Jul-Sep;112(3):832-6
  4. ? J Agric Food Chem. 2004 May 19;52(10):2887-9
  5. ? J Agric Food Chem. 2002 Nov 20;50(24):6993-6
  6. ? J Anim Physiol Anim Nutr (Berl). 2006 Dec;90(11-12):500-10