Enteroskopie

Enteroskopie bedeutet Spiegelung des Dünndarms.

Mit der Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD, oft als Magenspiegelung oder Gastroskopie bezeichnet) kann der Dünndarm bis zum unteren Duodenalknie eingesehen werden.

Mit der Koloskopie kann der unterste Teil des Ileums, das terminale Ileum, eingesehen werden; die Untersuchung wird dann als Ileokoloskopie bezeichnet.

Zwischen diesen bei einer herkömmlicher Endoskopie erreichbaren Dünndarmabschnitten liegen 4-5 Meter Dünndarm, der heute mit einem Enteroskop erreicht werden kann. Insbesondere die Ballonenteroskopie ist in der Lage, diese diagnostische Lücke zu schließen. Alternative Untersuchungsmethoden wären die Röntgen-Sellink-Untersuchung und der MR-Sellink (ohne Strahlenbelastung).

Indikationen für eine Enteroskopie

Die Hauptindikationen für eine Enteroskopie sind die Diagnostik einer im Dünndarm vermuteten Blutungsquelle (siehe unter gastrointestinale Blutung) und die Suche nach einer Dünndarmbeteiligung eines Morbus Crohn.

Verweise