Curry

Curry ist eine Mischung von Gewürzen, von denen ein Pulver aus der Kurkumawurzel (Kurkuma ist ein Ingwer-artiges Gewächs) den Hauptbestandteil darstellt. Die Kurkumawurzel enthält den gelben Farbstoff Curcumin, der wegen seiner antiinflammatorischen (gegen Entzündungen gerichteten) und antikarzinogenen (gegen Krebs gerichteten) Wirkung von hohem medizinischem Interesse ist.

Ursprünglich wurde Curry wurde im 17. Jahrhundert aus Indien in die englische Küche eingeführt, und zwar entsprechend in einer Gewürzmixtur, die dem englischen Geschmack entsprach. Es wurde für würzige Saucen zu gekochtem Fleisch verwendet.  Die Geschmacksrichtung hat sich in Europa nur wenig gewandelt.


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Verschiedene Zusammensetzungen

Es gibt verschiedene Currypulver auf dem Markt, wobei ihre Würzwirkung je nach Zusammensetzung unterschiedlich ist. In den verschiedenen Regionen Indiens und Indonesiens gibt es große Unterschiede in der Zusammensetzung. In Europa erhältliche Gewürzgemische enthalten neben Kurkuma auch Kreuzkümmel, Koriander, Ingwer sowie Chili. Curry als Soße enthält meist als Basis Kokosnusscreme, Kokosmilch, Milchcreme, Hülsenfruchtpüree, sautierte Zwiebeln, Tomatenpüree oder Joghurt.

Wirkungen

Die verschiedenen Currysorten entfalten unterschiedliche Wirkungen. Gemeinsam ist ihnen eine entzündungshemmende, eine gegen Parasiten gerichete und eine tumorzellschädigende (zytotoxische) Wirksamkeit. Eine Untersuchung von verschiedenen Curryarten ergab bemerkenswerte Unterschiede in ihrer Aktivität gegen Entzündungen, gegen Parasiten, und bezüglich Apoptoseanregung. Die verschiedenen Currysorten können daher nicht in gleicher Weise beurteilt werden. 1) 2019 Apr;99(6):2987-2997. doi: 10.1002/jsfa.9512.

Zu den medizinischen Aspekten von Curcumin, als einem Hauptbestandteil siehe hier.

Verweise


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).


Literatur   [ + ]

1. 2019 Apr;99(6):2987-2997. doi: 10.1002/jsfa.9512.