Blutkrebs

Blutkrebs ist ein umgangssprachlicher Begriff, der nicht genau definiert ist.

Meist wird darunter eine Form der Leukämie gemeint, die auch als “weißer Blutkrebs” bezeichnet wird. Er entsteht durch unkontrollierte Vermehrung weißer Blutkörperchen, der Leukozyten, von denen es mehrere Formen gibt. Daher wird der weiße Blutkrebs ebenfalls in mehrere Formen untergliedert, siehe hier.

Der “rote Blutkrebs” ist deutlich seltener. Er ist durch eine unkontrollierte Mehrproduktion der Vorstufen roter Blutkörperchen (Erythroblasten) bedingt. Er kommt meist in Kombination mit einem weißen Blutkrebs, der akuten myeloischen Leukämie (AML), vor. Im Blutbild finden sich Vorstufen beider Zellreihen. Diese Form wird als Erythroleukämie bezeichnet. Noch weitaus seltener ist eine reine krebsartige Vermehrung der roten Blutzellreihe.

Die Prognose ist schlecht; die Überlebenszeit bei Diagnosestellung beträgt meist nur wenige Wochen.

Eine Chemotherapie ist oft nur kurzzeitig wirksam; sie umfasst meist Cytarabin, Daunorubicin und Idarubicin.

Verweise