Tomaten

Von Fachärzten verständlich geschrieben und wissenschaftlich überprüft

Tomaten sind Früchte der Tomatenpflanze (Solanum lycopersium, -esculentum), einem Nachtschattengewächs, die mit der Kartoffel verwandt ist und wie die Kartoffel ebenfalls aus Südamerika stammt. Sie wirken antioxidativ, antiarteriosklerotisch und antitumorös.


Inhaltsstoffe

Tomaten im Gewächshaus eines Biobauern

Die Tomate besteht überwiegend (>90%) aus Wasser, zu 4% aus Kohlenhydraten, zu 1% aus Protein. Fett ist kaum enthalten. Sie ist eine Quelle für Vitamin A, Vitamin E und Vitamin C (bis 40 mg/100 g). Andere Vitamine (B1, B2, Nicotinsäure) sind nur in Spuren enthalten. Von Bedeutung sind eine Reihe sekundärer Pflanzenstoffe, unter ihnen Carotinoide (z. B. Beta-Carotin) und Tomatin. Tomaten sind eine reiche Quelle von Antioxidanzien in der Ernährung.

Medizinische Aspekte

Der in Tomaten enthaltene sekundäre Pflanzenstoff Tomatin hat in der medizinischen Forschung eine große Bedeutung erlangt, da er antitumoröse Eigenschaften aufweist (dazu siehe hier). Eine weitere Substanz mit antioxidativer, antiarteriosklerotischer und antitumoröser Wirksamkeit ist Lycopin (engl.: lycopene).

Studien an Nagetieren zeigen eine vorbeugende Wirkung bezüglich eines Prostatakarzinoms. (1)J Nutr. 2022 Jun 9;152(6):1381-1403. doi: 10.1093/jn/nxac066 Eine Publikation empfiehlt: „der allgemeinen Bevölkerung den Verzehr von Tomatenprodukten mit etwa einer Portion pro Tag oder fünf Portionen pro Woche als Teil eines insgesamt gesunden Ernährungsmusters …“ was “ das Risiko von Prostatakrebs, anderen bösartigen Erkrankungen oder anderen chronischen Krankheiten verringern kann.“ (2)Urol Clin North Am. 2002 Feb;29(1):83-93. DOI: 10.1016/s0094-0143(02)00020-4.


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Verweise

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).


 

Literatur

Literatur
1 J Nutr. 2022 Jun 9;152(6):1381-1403. doi: 10.1093/jn/nxac066
2 Urol Clin North Am. 2002 Feb;29(1):83-93. DOI: 10.1016/s0094-0143(02)00020-4.