Piperin

Alle Artikel sind von Fachärzten geschrieben und wissenschaftlich überprüft. Aussagen sind mit Referenzen belegt. Wir fördern das Verständnis wissenschaftlicher Aussagen!

Piperin ist die Hauptsubstanz des Pfeffers, die die Schärfe im Geschmack verursacht und für viele bedeutende biologische Wirkungen verantwortlich ist:

  • Senkung des Blutdrucks in Versuchstieren durch Blockierung von Kalziumkanälen [1].
  • günstiger Einfluss auf den Fettstoffwechsel durch Aktivierung von PPAR-alpha in vitro [2].
  • Verbesserung der Verdauung durch Stimulierung der Enzymsekretion der Bauchspeicheldrüse
  • Antioxidative Wirkung, Senkung des oxidativen Stresses durch Hemmung der Lipidperoxidation [3],
  • Verminderung des visceralen Fetts im Mäusemodell [4],
  • Erhöhung der Wirksamkeit mancher Medikamente durch Hemmung ihrer enzymatischen Biotransfomation, so Hemmung der Arylhydrocarbon hydroxylase and UDP-glucuronyl transferase (Überblick bei [5],
  • Antirheumatische Wirkung durch Hemmung der Bildung von IL6, MMP13 und PGE2 [6].
  • Neuroprotektive Wirkung und antikonvulsive Wirkung [7] [8]. (Pfeffer wurde schon in der traditionellen chinesischen Medizin zur Behandlung von Epilepsie verwendet) Die Neuroprotektion wird mit einer Verminderung der Lipidperoxidation in Verbindung gebracht (antioxidative Wirkung von Piperin) [9]. Wirkungen dieser Art könnten bei der Behandlung dementieller Erkrankungen (wie dem Morbus Alzheimer) eine Rolle spielen.
  • Stimmungsaufhellung und allgemeine Aktivierung bei Versuchstieren (Ratten). Piperin könnte zur Verbesserung der Gehirnfunktion beitragen [10]. Piperin zusammen mit Curcumin können zur Stimmungsaufhellung bei depressiven Erkrankungen dienen [11].
  • Gastrointestinale Protektion durch Erhöhung der Aktivität der antioxidativ wirkenden Enzyme Superoxyddismutase, Catalase, Glutathionreductase, and Glutathion-S-Transferase: Der zelluläre oxidative Stress in der Mukosa sinkt entsprechend [12].
  • Antikarzinogene Wirkung durch Hemmung der Proliferation von kultivierten Darmkrebszellen, [13].
  • Antimutagene Wirkung auf Cyclophosphamid-induzierte chromosomale Aberrationen [14] (vgl. Bertram).

Über facebook informieren wir Sie über Neues auf unseren Seiten!


Verweise

Literatur

  1. ? Bratisl Lek Listy. 2010;111(8):426-31
  2. ? Mueller M, Beck V, Jungbauer A. Planta Med. 2010 Oct 18. [Epub ahead of print]
  3. ? Redox Rep. 2004;9(2):105-10
  4. ? Biosci Biotechnol Biochem. 2010 Aug 23;74(8):1545-9
  5. ? Crit Rev Food Sci Nutr. 2007;47(8):735-48)
  6. ? Arthritis Res Ther. 2009;11(2):R49
  7. ? Neurochem Res. 1985 Sep;10(9):1269-75
  8. ? Biol Pharm Bull. 2010;33(4):598-603
  9. ? Food Chem Toxicol. 2010 Mar;48(3):798-802
  10. ? Food Chem Toxicol. 2008 Sep;46(9):3106-10
  11. ? Pharmacol Biochem Behav. 2009 Mar;92(1):39-43
  12. ? Appl Physiol Nutr Metab. 2010 Apr;35(2):134-41
  13. ? Clin Lab Sci. 2008 Summer;21(3):151-7
  14. ? Asian Pac J Cancer Prev. 2007 Oct-Dec;8(4):623-7

 


Autor der Seite ist Prof. Dr. Hans-Peter Buscher (siehe Impressum).