Evolocumab

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Evolocumab ist ein monoklonaler Antikörper, der zu einer verlängerten Funktion des LDL-Rezeptors in der Leber führt und so den Abbau von LDL-Cholesterin beschleunigt. Es senkt den Cholesterinspiegel im Blut und das kardiovaskuläre Risiko über die Wirkung einer lipidsenkenden Standardtherapie hinaus.


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Wirkungsweise

PCSK9 (Subtilisin/Kexin Typ 9) ist eine im Blut zirkulierende Proproteinconvertase, die den Abbau des LDL-Rezeptors in der Leber beschleunigt. Seine Hemmung führt zu einer verlängerten LDL-Rezeptorfunktion und einer Steigerung der Effektivität, mit der LDL-Cholesterin aus dem Blut in die Leber aufgenommen wird (siehe auch hier) [1].

Studienergebnisse

  • In einer Studie an 901 Patienten mit Hypercholesterinämie (LDL-Cholesterin über 75 mg/dl = 1,9 mmol/l) erhielten entweder Evolocumab oder Placebo zusätzlich zu einer Standardtherapie. Nach 52 Wochen lagen in der Evolocumab-Gruppe die LDL-Cholesterinwerte um im Schnitt 57% niedriger. Auch Lipoprotein(a) und Triglyceride sanken. Die häufigsten Nebenwirkungen betrafen eine Nasopharyngitis, grippeartige Symptome und Rückenbeschwerden [2].
  • In einer weiteren Studie wurden 4465 Patienten aufgeteilt in eine Gruppe mit einer Standardtherapie mit Lipidsenkern und Gruppen, die zusätzlich Evolocumab (140 mg alle 2 Wochen bzw. 420 mg alle 4 Wochen) über im Mittel 11,1 Monate erhielten. Evolocumab senkte den LDL-Cholesterin-Spiegel um im Mittel 61% von durchschnittlich 120 mg/dl auf 48 mg/dl. Die Rate an kardiovaskulären Ereignissen (Herzinfakt, instabile Angina pectoris, Schlaganfall) sank innerhalb der Beobachtungszeit von 2,18 (in der Standardtherapiegruppe) auf 0,95% (in der Evolocumab-Gruppe) [3].
  • In einer Studie an 27 564 Patienten mit Koronarsklerose und einem LDL-Cholesterin-Spiegel im Blut >/= 70 mg/dl (1.8 mmol/l), die unter einer Therapie mit Statinen standen, konnte gezeigt werden, dass eine zusätzliche Behandlung mit Evolocumab innerhalb der Nachverfolgungsdauer von 48 Wochen zu einer Senkung des LDL-Cholesterin-Spiegels von im Mittel 92 mg/dl auf 30 mg/dl.  Das Risikos einer arteriosklerotischen Komplikation (Herztod, Herzinfarkt, Schlaganfall, instabile Angina pectoris) sank parallel (allerdings nur um 1,5%): innerhalb von 48 Wochen kam es bei 1344 Patienten zu einem solchen Ereignis, in der Placebogruppe bei 1563 Patienten (9,8% vs. 11,3%) 1)N Engl J Med 2017; 376:1713-1722 DOI: 10.1056/NEJMoa1615664.

Verweise

Literatur

  1. ? Expert Rev Cardiovasc Ther. 2015 May;13(5):477-88
  2. ? N Engl J Med. 2014 May 8;370(19):1809-19
  3. ? N Engl J Med. 2015 Apr 16;372(16):1500-9

Literatur

Literatur
1 N Engl J Med 2017; 376:1713-1722 DOI: 10.1056/NEJMoa1615664