Allopurinol

Allopurinol ist ein Medikament zur Senkung einer erhöhten Konzentration von Harnsäure im Blut.

Wirkungsweise

Allopurinol beeinträchtigt den Abbau von Purin, dessen ausscheidungsfähiges Endprodukt Harnsäure ist. Es ist damit ein Urikostatikum.

Indikation

Bei vermehrtem Anfall von Harnsäure durch erhöhten Purinabbau wirkt Allopurinol recht zuverlässig. Indikationen zur Therapie sind insbesondere:

Ziel der Senkung der Harnsäurekonzentration sind Werte zwischen 5,5 und 6,4 mg/dl.

Nebewirkungen

Das Abbauprodukt von Allopurinol Oxipurinol ist wahrscheinlich für einige Nebenwirkungen verantwortlich, so für ein allgemeines Missempfinden. Die schränkt vielfach die Compliance der Patienten ein. Folgende Nebenwirkungen sind speziell zu beachten (Auswahl): Erniedrigung der Leukozytenzahl (Leukopenie bis Agranulozytose), allergische Reaktionen, medikamententoxische Hepatopathie (u.a. granulomatöse Hepatitis).

Allopurinol interagiert mit anderen Medikamenten; es führt z. B. zu einer Wirkungssteigerung von Azathioprin durch Hemmung des Abbaus.

Allopurinol kann eine bestehende Niereninsuffizienz verschlechtern. Seine Dosis muss bei erhöhten Werten für Kreatinin reduziert werden (siehe Packungsbeilage). Bei stärkerer Niereninsuffizienz muss ein Absetzen diskutiert werden.

Kombination von Allopurinol mit Benzbromaron

Das nebenwirkungsreiche Allopurinol als Urikostatikum kann mit dem Urikosurikum Benzbromaron kombiniert werden. Damit sind niedrigere Allopurinol-Dosen möglich (Kombination beispielsweise 100 mg Allopurinol mit 20 mg Benzbromaron).

Verweise